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Vielmehr liegt es an der Mentalität, und daran, dass zu viele Ausländer im Kader sind. Spieler wie Giovanni Sio, Knowledge Musona und Gibril Sankoh sprechen nicht gut genug Deutsch, und Aristide Bancé, der es kann, macht es einfach nicht, sondern wagt es, sich mit Sio in der gemeinsamen Muttersprache Französich zu unterhalten. Da ist es ja kein Wunder, dass die Siege ausbleiben, und so wurden zwei der Schwarzen Schafe von Weinzierl auf die Trbüne verbannt: Sio und Sankoh.
Damit aber nicht genug: In Zukunft müssen alle Profis zum deutschen Sprachkurs: "Eine überfällige Aktion", wie der Kicker sekundiert. Wenn Sie also noch etwas Geld zum Wetten übrig haben. Ab sofort dürfte es aufwärts gehen mit dem Noch-Tabellenschlusslicht.
5) Fürth gegen HSV - Was steht in den Sternen?
Der Bundesliga-Dino HSV feierte am vergangenen Wochenende seinen 125. Geburtstag und das im Bewusstsein, die Abstiegsränge zunächst hinter sich gelassen zu haben. Auf dass die nächsten 125 Jahre auch in der Erstklassigkeit verbracht werden können. Nun muss der Jubilar an den Fürther Ronhof, zu einem Duell, das es trotz der langen Bundesligatradition der Rothosen noch nie gab.
Noch nie? Ein Blick in die Bilanz bei Fussballdaten.de weist ein Aufeinandertreffen im DFB-Pokal 1963/64 aus, das die Hamburger im Wiederholungsspiel nach Mittelfranken führte. Dieses Replay verlor der HSV in der allerersten Bundesligasaison sogar beim Regionalligisten Fürth mit 1:2 nach Verlängerung, obwohl Uwe Seeler Kleeblatt-Keeper Gyula Toth zwischenzeitlich zum Ausgleich überwunden hatte. Toth wurde später übrigens Meister mit dem 1. FC Nürnberg, was erklären würde, warum er auf der Wikipedia-Seite der Spielvereinigung nicht als "Bekannter Spieler" aufgelistet ist.
Oder liegt es daran, dass Toth sich nicht mit Größen wie Heiko Westermann messen konnte? Westermanns heutiger Club, der sein Rautenlogo aus Jubiläums- und Marketinggründen mit allerlei güldenem Zierat bestückt hat, darf mit spezieller DFL-Lizenz einen Goldenen Stern auf dem Trikot führen, was in der nachvollziehbaren Liga-Logik für "Sechs Meistertitel, davon aber nur drei zu Bundesligazeiten" steht.
Anders als der HSV darf Fürth keine Sterne auf dem Trikot tragen, obwohl das Kleeblatt ja auch dreimal Deutscher Meister war - das übrigens zur ersten Hochzeit des Hamburger Sportvereins. Damals gab es auch ein erstes Duell der beiden Traditionsclubs, das man bei den Fußballdaten übersehen hat: Im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft gewann Fürth mit 2:0 im Bahrenfelder Stadion von Altona, dem Vorläufer des heutigen Volksparkstadions.
Im Finale dann gewann das Kleeblatt seine bis heute letzte Meisterschaft gegen Hertha BSC. Das Spiel fand in Nürnberg statt, und die Fans waren für Fürth - wegen alter Rechnungen aus dem anderen Halbfinale, in dem die Berliner den Club ausgeschaltet hatten. FCN-Anhänger, die für Fürth jubeln? Das ist fast so absurd wie die Sterne-Ordnung der Deutschen Fußball-Liga.





