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2. 3) Ist Frankfurt das neue Gladbach?
Datum: 05. Oktober 2012, 09:30 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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3) Ist Frankfurt das neue Gladbach?

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Dann preschte Hoeneß nach vorne, nahm Sammer in Schutz. "Sammers Kritik war weder in der Form noch in der Sache ungerechtfertigt, ich bin der Meinung, dass man das so akzeptieren muss. Damit fällt Jupp Heynckes in keinster Weise ein Zacken aus der Krone. Das muss er aushalten." Weiter meinte Hoeneß über Heynckes: "Wenn man etwas empfindlich ist, so wie es der Jupp eben manchmal ist, dann ist es klar, dass man sich darüber aufregt"

Nun trifft der FC Bayern München am Wochenende auf die TSG Hoffenheim und es stellen sich einige Fragen. Was passiert, wenn die Bayern verlieren? Muss Sammer dann nachlegen, um glaubwürdig zu bleiben? Warum wird im Vorfeld die Position des Trainers geschwächt? Und warum überhaupt wird gemeckert bei solch einem Saisonstart? Man darf gespannt sein.

3) Ist Frankfurt das neue Gladbach?

In der Saison 2010/11 entging Borussia Mönchengladbach nur knapp dem Abstieg. Die Fohlen hatten sich auf den Relegationsplatz gerettet, sich dann in zwei Spielen gegen den VfL Bochum im Oberhaus gehalten. Weniger Glück hatte Eintracht Frankfurt. Einen Platz niedriger angesiedelt gab es kein Netz und doppelten Boden, es ging in die zweite Liga. Nun treffen beide Teams wieder im Oberhaus aufeinander.

Gladbach spielte in der folgenden Saison groß auf. Vergessen war die schwierige Zeit im Tabellenkeller und mit erfrischendem Fußball erreichte das Team von Trainer Lucien Favre sogar die Qualifikation für die Champions League. Erfolg gibt dem recht, der ihn hat, solange er ihn hat, heißt es im Volksmund. Und der Erfolg ist scheinbar übertragbar.

Denn war es in der abgelaufenen Spielzeit das Jahr des Fohlen, drehte sich die Kalenderscheibe gnadenlos auf das nächste Tiersymbol - zufällig den Adler. Vergleiche mit der 3. Liga sind hier angebracht. Schon beim Tier-Memory unterlegen, läuft es für die Fohlen nicht rund. Keine Champions League, in der Tabelle nur auf Platz 13 und erst einen Sieg in der Tasche. Anders sieht es bei Frankfurt aus.

Die Eintracht ist das Team der Stunde und damit legitimer Nachfolger der Gladbacher und auch des 1. FC Kaiserslautern. Denn auch die alte Truppe von Otto Rehhagel hatte nach sechs Spieltagen 16 Zähler auf dem Konto, wurde dann Meister - Gladbach kam nur auf 13 Zähler. "Wir sollten alle auf dem Teppich bleiben", sagte Alex Meier der Welt. Aber wenn der fliegt, dann spricht ja auch nichts dagegen.

4) Kann am deutschen Wesen der FCA genesen?

Tabellenletzter ist der FC Augsburg. Mit zwei Punkten aus sechs Spielen. Wie konnte das passieren? Hatte der doch der Kader des FCA im Sommer noch einmal "stark an Qualität gewonnen", so dass der Saisonprognose im Kicker-Sonderheft als einzige Schwäche einfiel, die große Konkurrenz im Aufgebot könne für Unruhe sorgen. Eine Art  schwäbisches Real Madrid drohte da, in dem einfach zu viele Weltstars beschäftigt sind, als dass alle spielen könnten.

Und nun? Was ist da schiefgelaufen? Am Schwaben-Mourinho Markus Weinzierl kann es gewiss nicht liegen, der hat ja schon dritte Liga trainiert. Am Überangebot im Aufgebot liegt es vielleicht doch auch nicht, dürfen doch die einzigen beiden wirklich bundesligatauglichen Stürmer des FCA, die wirklich fit sind, ohnehin oft beide zusammenspielen: Torsten Oehrl dann etwa hinter Aristide Bancé.

Das Paradoxon, das darin besteht, dass eine der besseren Mannschaften der Liga doch tatsächlich hinter dem HSV liegt, für den der Kicker im Sommer übrigens überhaupt keine Stärken, sondern nur Schwächen finden konnte, und der sich seither nur teure, unüberlegte Panikkäufe leistete, mithin klar Achtzehnter werden müsste, hat aber nun eine wissenschaftlich befriedigende Erklärung gefunden. Beruhigend: Es hat nichts mit Fußball zu tun.

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