Russland besudelt Portugal und schreibt Geschichte, Zlatan Ibrahimovic rettet Schweden gegen die Färöer, Italien gelang trotz einige Abwehrschwächen ein letztlich souveräner Sieg in Armenien und das erste Elfmetertor seit 2010 und Österreich blamierte sich in Kasachstan.
Nach dem 1:0-Sieg von Russland über Portugal im Dauerregen von Moskau war der neue Sbornaja-Nationalcoach voll des Lobes für seine Mannschaft. Zum einen hatte die Truppe mit neun Punkten die Tabellenführung der Gruppe F übernommen und den Hauptkonkurrenten Portugal (6) nun um drei Punkte abgehängt, zum anderen hatte sie Geschichte geschrieben und den ersten Sieg über die Iberer in der Nach-Soviet-Ära eingefahren.
"Meine Spieler sind heute voller Kampfgeist auf den Platz gekommen und haben 100 Prozent gegeben", lobte Capello laut AFP. Alexandr Kerzhakov (6.) belohnte den Einsatz der Russen mit dem frühen Tor des Tages. Der gegnerische Coach Paulo Bento lobte zwar das Spiel der Russen, klagte aber, dass sein Team aus über weite Strecken großen Dominanz viel zu wenig gemacht hatte und kaum nennenswerte Chancen herausgespielt hatte. Und die, die sich doch boten, vereitelte Russland-Keeper Igor Akinfeyev, der gegen Cristiano Ronaldo und Bruno Alves stark parierte.
Ibrahimovic rettet Schweden auf den Färöer Insel
In der deutschen Gruppe C bleibt Schweden mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel weiter auf Kurs. Allerdings mussten die Skandinavier beim 2:1-Auswärtserfolg auf den Färöer Inseln zunächst einen Rückschlag verkraften, nachdem Rogvi Baldvinsson die Hausherren mit 1:0 in Führung gebracht hatte. Doch Schweden hat nun einmal einen absoluten Superstar in seinen Reihen, der sich seit Wochen in Torlaune befindet: Zlatan Ibrahimovic.
Der Neu-Pariser hatte bereits in der ersten Hälfte einige dicke Chancen gehabt, die Torhüter Gunnar Nielsen allerdings hervorragend vereiteln konnte und so das Selbstvertrauen der Färinger wachsen ließ. Baldvinsson (56.) brachte die aufopferungsvoll kämpfenden Hausherren dann auch in Führung, ehe Ibrahimovic (64.) acht Minuten später zunächst den Ausgleich von Alex Kacaniklic mit schönem Pass vorbereitete und dann höchstselbst mit dem Siegtreffer (75.) das Spiel drehte.
Während Schweden also Tabellenführer Deutschland auf den Fersen bleibt, musste Österreich in Kasachstan beim torlosen Remis einen herben Dämpfer hinnehmen und bleibt damit weiter sieglos. "Es ist kein Rückschritt. Es war ein ganz anderes Spiel als gegen Deutschland", erklärte Coach Marcel Koller. "Die Kasachen sind mit neun Mann hinten gestanden. Da war es schwierig, die Räume zu finden." Daran hatten auch die insgesamt neun in Österreichs Startelf stehenden Bundesliga-Legionäre nichts ändern.





