Matthias Sammer wird neuer Sportdirektor bei Bayern München. Sammer ist ab sofort neuer Sport-Vorstand. Christian Nerlinger wird den Club verlassen. Es habe unterschiedliche konzeptionelle Auffassungen gegeben.
Nur einen Tag nach dem EM-Finale gab es in der Bundesliga eine Sensation. Matthias Sammer ist neuer Sportdirektor beim FC Bayern München. Damit ist die Zeit von Christian Nerlinger bei den Bayern abgelaufen. Nach zwei enttäuschenden Spielzeiten scheint der Wille zu großen Veränderungen beim Rekordmeister kaum Grenzen zu kennen.
Trennungsgrund: Unterschiedliche Auffassungen
"Unterschiedliche Auffassungen über das Konzept für die Zukunft der Mannschaft", nennt der Rekordmeister in einer Presseerklärung als Grund, warum Nerlinger gehen musste. "Ich möchte mich im Namen des Clubs bei Christian Nerlinger ausdrücklich für seine Arbeit in den vergangenen vier Jahren beim FC Bayern bedanken," erklärte FC Bayern-Aufsichtsratsvorsitzender Uli Hoeneß, "ich hoffe sehr, dass unser aller gutes persönliches Verhältnis auch weiterhin Bestand hat."
"Ich wünsche dem FC Bayern weiterhin alles erdenklich Gute," sagte Christian Nerlinger, "Ich habe hier eine gute und sehr intensive Zeit erlebt und werde dem Club auch weiterhin freundschaftlich verbunden bleiben." Christian Nerlinger war 2009 als Schützling von Uli Hoeneß angetreten, um dessen Nachfolge als Leiter des sportlichen Bereiches anzutreten. Erst im vergangenen November war der Vertrag mit Nerlinger vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2014 verlängert worden. Nach zwei Jahren ohne Titel sind die Bayern nun in Aktion getreten. Die Fußstapfen des Uli Hoeneß waren wohl zu groß für Nerlinger, der den Verein verlassen wird.
Der DFB hatte Sammer am Vormittag bereits die Freigabe erteilt. Sammer war seit 2006 als DFB-Sportdirektor tätig. "Wir lassen Sammer nur sehr schweren Herzens gehen. Er hat mit seiner Kompetenz und Leidenschaft viel für die Talentförderung in Deutschland bewegt und dem Verband mit seiner Art unglaublich gut getan", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. "Gleichzeitig respektieren wir seinen Wunsch und möchten seinen weiteren Plänen nicht im Wege stehen. Die enge Verbindung zu ihm wird auch in Zukunft erhalten bleiben." Bei der Nachfolgersuche will sich der Verband Zeit lassen, sagte Generalsekretär Helmut Sandrock.
Als Spieler war er mit dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund Meister sowie mit dem BVB Champions League-Sieger geworden. Zudem hatte er als Trainer Dortmund zum Titel geführt.




