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So verkauften sich Lins Jerseys am zweitbesten in der gesamten NBA, nur Derrick Roses Name auf einem Bulls-Trikot wanderte öfter über den Ladentisch, wie espn.com im April berichtete. Aber noch wichtiger: Der Börsenkurs des Knicks-Mutterkonzerns Madison Square Garden Inc. schoss in die Höhe, der Wert der Dolan-Firma wuchs laut nytimes.com um 600 Millionen US-Dollar.
Und dann wäre da noch der Wirtschaftsfaktor Asien. Auch wenn Lin in den USA geboren ist, der Erfolg des Taiwan-Amerikaners sorgte nicht nur bei den Landsleuten gleicher Herkunft, von denen es nach Angaben der Times 450.000 alleine in New York gibt, für einen Hype. Zudem wird Lin bei Erfolg durchaus zugetraut die Lücke in dem wichtigen Markt China zu schließen, die Yao Ming hinterlassen hat.
Sportlich richtige Entscheidung?
Wirtschaftlich - und vielleicht auch vom Standpunkt der Fans - ist der Abgang Lins von den Knicks also nicht die klügste Entscheidung Jim Dolans, um es einmal nett auszudrücken. Sportlich gesehen liegen die Verantwortlichen im Madison Square Garden eventuell richtig. Lin hat schließlich gerade einmal 25 NBA-Spiele als Starting Point Guard und gerade einmal 64 Partien überhaupt auf dem Buckel, dabei kam er auf 9,2 Punkte und 4 Assists im Schnitt.
Andererseits hätten die Knicks das sportliche Risiko eingehen können, um sich wirtschaftlich noch besser aufzustellen und vor allem im Beliebtheits-Kampf mit den aufstrebenden Brooklyn Nets in der Stadt zu punkten. Schließlich war Lin nicht nur ein USA-weites, sondern ein weltweites Phänomen. Aus vielerlei Sicht ist diese persönliche Entscheidung Dolans eine, die sein Team noch bereuen könnte.
Und: das fragliche dritte Jahr des Vertrages wäre bei einem sportlichen Misserfolg des Point Guards nicht mehr unbedingt so zum Tragen gekommen, wie von New York vorgerechnet. So hat nun Houston die Linsanity - ausgerechnet jene Rockets, die mit Yao Ming schon einmal den China-Markt für sich beanspruchten.





