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Ein ählich erfolgreiches Jahr hatte es zuletzt 1997 in Wimbledon gegeben, damals standen drei Deutsche in einem Grand-Slam-Viertelfinale: Boris Becker, Michael Stich und Nicolas Kiefer. Nun haben es mit Kerber, Lisicki, Kohlschreiber und Mayer erstmals vier DTB-Profis in ein Grand Slam-Viertelfinale geschafft - ein historischer Erfolg.
Mayer wischt die Selbstzweifel weg
"Die Grand-Slam-Turniere sind die großen Turniere - da will man sich beweisen. Und das war bei uns Deutschen bisher immer das Problem", so Mayer. In diesem Jahr nicht. Bei den 126. All England Championships trumpfen die Deutschen groß auf. Dabei hatte Mayer vor der Partie gegen den an Nummer 18 gesetzten Gasquet noch erklärt: "Ich habe viel gezweifelt in den letzten vier bis fünf Monaten, aber dann hab' ich gedacht: 'Da geht noch was'."
Und das bewies der 28-Jährige auf Rasen eindrucksvoll. Gegen den früheren Top-Ten-Spieler, der bis dato im Turnierverlauf noch keinen Satz abgegeben hatte, war er an beiden Spieltagen der coolere, mutigere Spieler. Mittlerweile könnte Mayer seine Entscheidung, nicht beim Olympischen Tennisturnier an gleicher Stelle anzutreten, bereuen.
Nach nur 1:53 Stunden Spielzeit verwandelte Mayer seinen zweiten Matchball und ließ sich überwältigt auf den Rasen fallen. Der Franke egalisierte damit sein bisher bestes Grand-Slam-Resultat. In seinem ersten Wimbledon-Viertelfinale 2004 war Mayer glatt in drei Sätzen am Franzosen Sebastien Grosjean gescheitert. Gegen Djokovic hat Mayer eine 0:1-Bilanz: Den einzigen Vergleich 2011 in Dubai auf Hartplatz verlor er in zwei Sätzen.
Kohlschreiber ohne Probleme gegen müden Baker
Der an Nummer 27 gesetzte Kohlschreiber machte seinen ersten Viertelfinaleinzug bei einem Grand-Slam-Turnier mit einem Ass perfekt und stieß anschließend einen Freudenschrei aus. US-Qualifikant Brian Baker war beim 6:1, 7:6 (7:4), 6:3 für Kohli letztlich ohne Chance.
Kohlschreiber spielte konzentriert, variierte seine Schläge, servierte sehr gut und bestimmte das Tempo von der Grundlinie aus. Baker, der nach zahlreichen Verletzungen ein bemerkenswertes Comeback gefeiert hatte und bei Gesundheit für die kommenden Jahre ein Geheimtipp werden könnte, wirkte nach den drei Matches in der Qualifikation und den ersten drei Runden im Hauptturnier etwas müde, was vor allem im ersten Satz sichtbar wurde.





