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Den frühen Schlusspunkt unter eine ganz bittere Tour-Premiere musste Kittel setzen, als er 39 Kilometer nach dem Start vom Rad stieg. Zu starke Schmerzen im linken Knie zwangen den Thüringer zum vorzeitigen Aus - ein erhoffter Etappenerfolg blieb dem Sprinter verwährt. "Er ist sehr niedergeschlagen, traurig und enttäuscht", berichtete Teamchef Iwan Spekenbrink. Kittel hatte in diesem Jahr vor der Tour bereits sieben Tageserfolge gefeiert und galt als großer Herausforderer von Greipel und Cavendish. Beide hatte er eine gute Woche vor Tour-Start bei der ZLM-Tour bereits geschlagen.
Kittel: Vom Magen auf das Knie
Der 24-Jährige litt seit Sonntagabend an einem Magen-Darm-Virus, das ihn erheblich schwächte und ein Eingreifen in die bisherigen Massensprints unmöglich machte. Am Mittwoch hatte er noch gehofft, es gehe "bergauf" - dabei aber offensichtlich nur an das Magenleiden und nicht an sein Knie gedacht. Wie Argos-Shimano-Sprecher Bennie Ceulen vermutete, könnte Kittels zuletzt verkrampfter Fahrstil infolge der Probleme mit dem Magen der Grund für die Knieprobleme sein.
Das zweite deutsche Sorgenkind, Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin, kam wie schon in den vergangenen Tagen am Ende des Feldes ins Ziel. Der Omega-Profi ging zum zweiten Mal mit einer neuen Schiene an den Start, die nach seinem Kahnbeinbruch in der linken Hand angefertigt worden war, und versuchte sich aus jedem Gedränge rauszuhalten.
Ein Todesfall hatte den Start der 5. Etappe überschattet. Der belgische Radprofi Rob Goris, der die Tour besuchte, war in der Nacht zuvor im Alter von 30 Jahren in Rouen einem Herzinfarkt erlegen.





