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Erst als der dänische Oberschiedsrichter eingriff und beide Teams mit einer Disqualifikation zu bestrafen drohte, kamen wenigstens einige kürzere Ballwechsel zustande. Südkoreas Cheftrainer Sung Han-Kook räumte ein, dass seine zwei Doppel ebenfalls versucht hätten, ihre Spiele zu verlieren. Dies sei aber lediglich die Reaktion auf das Verhalten der Chinesen gewesen.
Der Gegner hat ja angefangen ....
"Die Chinesen haben angefangen", so Sung Han-Kook auf dailymail.co.uk. "Bei diesen Draws ist es eine sehr komplizierte Sache. Sie wollen sich nicht vor dem Finale treffen und versuchen dies zu vermeiden. Der Weltverband muss da etwas unternehmen." Noch weiter ging die Bulgarin Petya Nedelcheva, die zur gleichen Zeit auf einem anderen Court unterwegs war.
"Die Chinesen kontrollieren alles. Ich weiß nicht, wer letztendlich entscheidet, wer verlieren soll. Aber sie haben es alleine im letzten Jahr so oft gemacht. Sie spielen kaum gegeneinander und machen, was sie wollen." Dabei geht es darum, dass in den 99 Major-Matches zwischen Chinesen 2011 unglaubliche 20 Spiele wegen eines Nichtantretens entschieden wurden.
Und auch am Abend bekam das Publikum ein lustlos geführtes Match zu sehen, als die Indonesierinnen Greysia Polii und Meiliana Jauhari gegen das südkoreanische Paar Ha Jung Eun und Kim Min Jung antraten. Die Zuschauer forderten die Teams gar auf, die Halle endlich zu verlassen, der Schiedsrichter hatte ebenfalls genug gesehen.
Der zurückgenommenen Disqualifikation folgt der Ausschluss
Er zeigte den Duos die Schwarze Karte und sprach damit eine Disqualifikation aus. Allerdings legten beide Seiten direkt Protest ein und so ging es doch noch weiter. Am Ende setzten sich die Südkoreanerinnen in drei Sätzen durch. Doch das Nachspiel folgte nur ein paar Stunden später, denn ein Ausschluss folgte, da sie "nicht ihr bestes gegeben haben, um ihre Spiele zu gewinnen", schrieb die BBC.
Auch der Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Mark Adams, schloss sich der Meinung Sebastian Coes an. "Das ist mit Sicherheit nicht zu akzeptieren. Die Leute kommen und wollen guten Sport sehen."
Der internationale Badminton-Verband habe eine Klausel in seinen Statuten, die vorsieht, dass die Athleten ihr Bestes geben müssen. Zu fairem Wettkampf verpflichten sich alle Olympia-Teilnehmer auch durch den Athleten-Eid, der bei der Eröffnungsfeier stellvertretend von einem Sportler gesprochen wird.





