
Der 1. FC Köln kam beim FSV Frankfurt nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und verpassten die Gelegenheit, den Rückstand auf den 1. FC Kaiserslautern auf Rang drei auf einen Punkt zu verkürzen.
Holger Stanislawski, Trainer des 1. FC Köln, musste für diese Partie gezwungener Maßen seine Innenverteidigung umstellen. Der gelbgesperrte Dominic Maroh wurde vom den 21-jährigen Bruno Nascimento ersetzt. Für den Brasilianer war es der erste Startelfeinsatz.
Schwungvoller Auftakt
Die Begegnung im Frankfurter Volksbankstadion startete schwungvoll. In der 2. Minute tauchte erstmals Stefan Maierhofer im Frankfurter Strafraum auf. Mit einer geschickten Körperdrehung stand er plötzlich aus spitzem Winkel vor Patrick Klandt. Sein Schuss blieb ohne Folgen und Anthony Ujah ärgerte sich freistehende in der Strafraummitte. Im direkten Gegenzug dann viel Platz für Rasmus Jönsson, der aber von Nascimento und Schlussman Timo Horn im letzten Moment gestoppt werden konnte.
Vor allem in der Anfangsviertelstunde war es ein offenes Spiel mit Chancen für beide Mannschaften. Immer wieder konnten Thomas Bröker und der lauf- und kopfballstarke Maierhofer Löcher in die FSV-Defensive reißen. Letzter legte auch die nächste Chance (12.) für Ujah auf. Einmal mal mehr parierte ein starker Patrick Klandt. Die Rheinländer setzten Frankfurt nun durch frühes Pressing extrem unter Druck.
Maierhofer dominiert den Luftraum
Eine Ecke (24.) von Clemens wurde von einem Frankfurter, gestört von Maierhofer, unglücklich weitergeleitet. Im Rückraum kam Ujah zum Kopfball, aber verfehlt das Gehäuse. Maierhofer gewann fast jedes Kopfballduell. Vier Minuten später dann die große Klandt-Show. Ein hohes Anspiel fand Ujah, der per Direktabnahme Klandt zu einer Glanzparade zwang und dieser in derselben Szene auch gegen einen schönen Schlenzer von Maierhofer abermals seine Klasse bewies.
In der 40. Minute dann eine Schrecksekunde für die Kölner. Ujah kam bei einem Pass von Adam Matuschyk nicht genug entgegen. Daraus entstand eine Konter für den FSV. Kevin McKenna blockte im allerletzten Moment den Schuss von Alexander Huber.
In der zweiten Hälfte das gleich Bild. Die Gäste drängten auf das erste Tor. In der 60. Minute dann die Riesenchance (60.) für den aktiven aber glücklosen Ujah. Maierhofer einmal mehr mit einer Kopfballablage, aber der Nigerianer scheiterte. Zwei Minuten später kam Bröker nach einem Solo auf der linken Seite zum Schuss. Wieder hielt Kland stark.
Umstrittener Elfmeter für Frankfurt
In der 76. Spielminute dann der Aufreger des Spiels. Matuschyk erwischte Stark unglücklich am Fuß. Schiedsrichter Fritz zeigte sofort auf den Punkt. Zafer Yelen verwandelte problemlos und stellte die Partie auf den Kopf. In der 83. Minute dann Clemens mit einer Flanke vor das Frankfurter Tor. Freund und Feind verpassten zwar den Ball, doch Klandt war dennoch geschlagen. Der Ball drehte sich ohne Fremdeinwirkung ins Tor.
Am Ende blieb es beim 1:1-Unentscheiden und beide Mannschaften dürften damit nicht zufrieden sein. Die Kölner verpassen damit die große Chance, an den 1. FC Kaiserslautern heranzukommen.
Maximilian Bensinger