In der langen Geschichte der Olympischen Sommerspiele wurden unzählige Helden geboren und große Geschichten geschrieben. sportal.de erzählt zum Beispiel von einem wahren Allround-Sportler, einer trotz Kniescheibenfraktur gestandenen Schraube und einem Pool voller Blut.
Jeder kennt die großen Namen der jüngeren Olympia-Geschichte, für die beispielhaft und in loser Reihenfolge Jesse Owens (3xGold), Mark Spitz (7xGold), Michael Phelps (14xGold), Carl Lewis (9xGold), Birgit Fischer (8xGold) oder auch Usain Bolt (3xGold)genannt werden können. Sie alle waren zu ihrer besten Zeit Allrounder, die in ihrer Sportart verschiedene Disziplinen beherrschten und die Konkurrenz fast nach Belieben dominierten bzw. immer noch beherrschen und dominieren.
Zatopek: Dreimal Gold gegen den Rat der Ärzte
Aber erinnern sie sich auch noch an die "Tschechische Lokomotive" Emil Zatopek? Der hatte 1948 in London bereits Gold über 10.000 Meter gewonnen. Doch unsterblich wurde er vier Jahre später in Helsinki, als er innerhalb von nur acht Tagen Gold über 5000 Meter, 10.000 Meter und zum Abschluss sogar noch im Marathon gewann. Seine Leistung klingt unglaublich, wird aber noch dadurch getoppt, dass Zatopek gegen ärztlichen Rat antrat, da er an einer Drüseninfektion litt. Zudem war es sein allererster Marathon.
Jim Thorpe: Der wahre König der Athleten
Fast noch bemerkenswerter war die Leistung des US-Amerikaners Jim Thorpe 1912. Der vielleicht vielseitigste Sportler aller Zeiten holte in Stockholm Gold im Fünf- und Zehnkampf und gewann dabei acht der insgesamt 15 Einzeldisziplinen und bedankte sich beim schwedischen König mit einem lapidaren "Thanks King" für die Medaillen. Die wurden ihm kurz darauf allerdings vom IOC wieder aberkannt, da bekannt wurde, dass Thorpe einst professionell Baseball gespielt und damit gegen das Amateurstatut verstoßen hatte. Erst Jahrzehnte später wurde er rehabilitiert, da hatte er sich bereits auch als Foot- und Basketballer einen Namen gemacht.
Nadia Comaneci: Zehn - die Traumnote
Thorpe war 24 Jahre alt, als er bei Olympia brillierte, in dem Alter hatte Nadia Comaneci ihre große Zeit längst hinter sich. Als gerade mal 14-Jährige hatte die Rumänin 1976 in Montreal die Turnwettkämpfe dominiert war mit drei Goldmedaillen sowie je einer silbernen und bronzenen nach Hause gefahren. Dabei zwang sie mit ihren fehlerlosen Auftritten die Punktrichter Haltungsnoten zu vergeben, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hatte und für die die Anzeigetafeln fast nicht ausgelegt waren. Insgesamt siebenmal wurde ihr während der Wettkämpfe die Traumnote 10,0 gezeigt.





