Sebastian Kehl von Borussia Dortmund hatte sich am Wochenende in einem Zweikampf mit Gegenspieler Raphael Holzhauser vom VfB Stuttgart das Nasenbein gebrochen und musste anschließend den Platz verlassen, Holzhauser sah für die Aktion die Gelbe Karte. Im Luftkampf hatte der Stuttgarter Mittelfeldspieler den Dortmunder Kehl mit seinem Ellenbogen getroffen. BVB-Geschäftsführer Watzke sieht die vielen Gesichtsverletzungen seiner Dortmunder Spieler im Interview mit der Welt am Sonntag als keinen Zufall mehr an: "Für mich ist es erstaunlich, dass wir permanent von so etwas betroffen sind. Vielleicht wollen sie uns mit mehr Härte aus dem Rhythmus bringen - ich weiß es nicht. Es fällt aber auf, dass sich die Gesichtsverletzungen bei uns häufen." In der jüngeren Vergangenheit sind neben Kehl, u.a. auch Neven Subotic und Sven Bender mit Verletzungen am Gesicht verletzungsbedingt ausgefallen. Für derartige Vergehen fordert Watzke härtere Strafen: "Das wird einfach nicht klar genug geahndet. Ich will Holzhauser keine Absicht unterstellen, aber so gehst du einfach nicht in ein Kopfballduell. Das ist für mich Rot."
Rusbeh Sufi

