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Datum: 04. Oktober 2012, 23:02 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa
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VfB Stuttgart verliert in der Europa League bei Molde FK

Tamas hajnal, vfb stuttgart
Tamas Hajnal bekam das VfB-Spiel nicht in den Griff

Der VfB Stuttgart hat den Rückenwind vom 2:0-Sieg beim 1. FC Nürnberg aus der Bundesliga nicht mit in die Europa League retten können. Die Schwaben blamierten sich mit einer 0:2-Niederlage bei Molde FK bis auf die Knochen und stehen nun unter Zugzwang.

Diese Peinlichkeit hätte sich der VfB Stuttgart liebend gern erspart: Nach dem Fehlstart in der Bundesliga blamierten sich die Schwaben durch das 0:2 (0:0) beim norwegischen Meister Molde FK auch in der Europa League.

Vor nur 5949 Zuschauern im schmucken Aker Stadion direkt am Fjord gelangen Jo Inge Berget (58.) und Daniel Chima (88.) die entscheidenden Treffer für das Team des früheren Manchester United-Stars Ole Gunnar Solskjaer. Nach dem 2:2 gegen Steaua Bukarest zum Auftakt haben die Stuttgarter in der Gruppe E damit nur einen Zähler auf dem Konto und stehen gegen den FC Kopenhagen in drei Wochen bereits unter Zugzwang. Am Sonntag kommt erstmal Bayer Leverkusen. 

VfB Stuttgart versucht es mit einer B-Elf

So unangenehm hatte sich der Viertletzte der Bundesliga seine Dienstreise nach Norwegen nicht vorgestellt. Im Schongang wollten sie den Dreier einfahren. Coach Bruno Labbadia ließ zunächst William Kvist, Gotoku Sakai, Arthur Boka und Cacau auf der Bank. Die verletzten Tim Hoogland, Tunay Torun und Shinji Okazaki fehlten ohnehin.

Von neuem Selbstvertrauen durch den ersten Saisonsieg in der Liga beim 2:0 in Nürnberg war zunächst jedenfalls nicht viel zu sehen. Dabei wären die Stuttgarter in der sechsten Minute beinahe in Führung gegangen. Ibrahima Traoré (6.) traf aus sechs Metern nur den linken Pfosten und vergab den Nachschuss überhastet.

Der VfB machte sich durch Denk-, Abspiel- und Stellungsfehler das Leben selbst unnötig schwer. Vor allem die afrikanische Doppelspitze der lauffreudigen Gastgeber mit dem Senegalesen Pape Paté Diouf und dem Nigerianer Chima stürzte die VfB-Abwehr ein ums andere Mal in Verlegenheit.

Linksverteidiger Cristian Molinaro wirkte des öfteren überfordert. So kam der aktuelle Tabellenführer Norwegens vor dem Wechsel durch Diouf (4./12.) und Magnus Eikrem (18.) zu ansehnlichen Möglichkeiten. Auf der Gegenseite standen Gelegenheiten von Martin Harnik (34.) und Tamas Hajnal (37.).

Bobic-Forderungen werden vom Vfb nicht erhört

"Die Mannschaft muss konsequenter mit ihren Chancen umgehen", monierte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic in der Pause und forderte mehr Entschlossenheit. Bitteschön. Nur 25 Sekunden nach der Halbzeit vergab Vedad Ibisevic eine gute Möglichkeit. Ein Gewaltschuss von Zdravko Kuzmanovic rauschte ebenfalls nur knapp am Tor vorbei. Der VfB drängte - Molde traf. Nach einem kollektiven Aussetzer in der Stuttgarter Abwehr konnte Martin Linnens ungehindert flanken und am langen Pfosten Jo Inge Berget ohne jeglichen Begleitschutz einköpfen (58.).

Die Stuttgarter Funktionsstörungen hielten an. Nach einem Freistoß scheiterten nacheinander Chima und Berget am Pfosten (66.). Das VfB-Spiel zerfaserte völlig. Labbadia reagierte und brachte Cacau und Raphael Holzhauser für Hajnal und Traoré. Jubeln durften aber die Molde-Fans - Chima machte alles klar.