Der kroatische Fußballverband hat sich von den rassistischen Bekundungen eines Teils seiner Fans bei der EM distanziert. In einer Stellungnahme verurteilten die Osteuropäer das Fehlverhalten "scharf". Gleichzeitig appellierte der Verband an die Europäische Fußball-Union (UEFA), das Nationalteam von Trainer Slaven Bilic nicht für die Taten von "Hooligans" zu bestrafen, "die von allen Sportveranstaltungen ausgesperrt werden sollten". Die UEFA hatte ein neues Ermittlungsverfahren gegen die Kroaten eingeleitet. Nach dem 1:1 gegen Italien am Donnerstag in Posen muss sich der kroatische Verband vor dem Disziplinar- und Kontrollausschuss verantworten. Grund sei das Zünden von Feuerwerkskörpern und das "ungebührliche Verhalten" einiger Zuschauer (rassistische Gesänge, rassistische Symbole) während der EM-Partie, hieß es in einer UEFA-Mitteilung. Der Disziplinarausschuss wird an diesem Dienstag darüber verhandeln. (dpa)
