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Von: Sven Kittelmann
Datum: 18. Juni 2012, 09:34 Uhr
Format: Artikel
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James bringt die Heat zum zweiten Sieg im dritten Finalspiel gegen Thunder

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Kendrick Perkins versucht, LeBron James zu stoppen

"Diesen Schmerz tragen wir immer mit uns herum", hatte Miami Heats Chris Bosh in Bezug auf die verlorenen Endspiele vom letzten Jahr gesagt. Mitspieler LeBron James wusste jedoch ein Schmerzmittel - er sorgte für das 91:85 in der dritten Finalpartie.

16,2 Sekunden waren in der American Airlines Arena zu Miami noch zu spielen, als LeBron James für die Heat beim Stande von 88:85 zum zweiten Mal an die Freiwurflinie trat. Seine Bilanz bis dahin: Er hatte in engen Spielen bis dahin nie in den letzten 24 Sekunden treffen können. Doch sein Wurf rauschte dieses Mal durch das Netz – und die Heat gewannen das dritte Spiel der Finalserie gegen die Oklahoma City Thunder mit 91:85 und führen somit 2:1.

James brachte es am Ende auf insgesamt 29 Punkte und 14 Rebounds und zeigte einmal mehr seine Klasse – endlich auch in der Endphase wichtiger Spiele, dürften besonders die Fans in Miami sagen. Von denen sahen 20.003 Zuschauer einen echten Arbeitssieg ihrer Mannschaft, die besonders in der Defensive auftrumpfen konnte.

In der Offensive ging es ebenfalls weniger über die Distanzwürfe, von denen fielen laut ESPN gerade einmal fünf von 31 und damit magere 16 Prozent, sondern durch die Mitte – unter dem Korb verbuchten Miamis Spieler 23 erfolgreiche Würfe bei 43 Versuchen. Außerdem fielen 31 von 35 Freiwürfen. "Das ist kein erfolgreiches Basketball", resümierte James gegenüber sunsentinel.com auch angesichts der neun Ballverluste im letzten Viertel.

"Er war großartig"

Doch vor allem James rettete seinen Mitspielern den Tag und zeigte bereits zum dritten Mal in Folge die Qualitäten, die ihm angesichts der Ereignisse in den Vorjahren abgesprochen wurden. Immer wenn es darauf ankam, war er zur Stelle. "Er war großartig. Das ist er bereits während der gesamten Playoffs", befand Heat-Forward Udonis Haslem gegenüber espn.com. "Er weiß, wann er die wichtige Würfe machen muss und macht sie." Und so wirkte er als Schmerzmittel für ganz Miami, hatte Chris Bosh doch vor der Partie bei ESPN befunden, den Schmerz der verlorenen Serie gegen die Dallas Mavericks "tragen wir immer mit uns herum".

Während Miami seinen Matchwinner feierte, herrschte bei der Thunder angesichts der Niederlage und nur 15 von 24 verwandelten Freiwürfen Katerstimmung. "Dabei sind wir das beste Freiwurf-Team der Liga", so Coach Scott Brooks gegenüber sunsentinel.com.

Nicht nur die Freiwurf-Statistiken, ein anderer Fakt war ebenfalls entscheidend: Kevin Durant befand sich bereits früh in Foul Trouble. Beim Stand von 60:53 für Oklahoma City knappe sechs Minuten vor Ende des dritten Viertels war er für eine Aktion gegen Dwyane Wade zum vierten Mal verwarnt worden. Seine anschließende von Brooks verordnete Auszeit auf der Bank nutzte Miami für einen 15:3-Lauf. "Ich hasse es auf der Bank zu sitzen, besonders wegen Fouls", zitierte espn.com Durant. "Das war frustrierend."

Sven Kittelmann

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