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HSV: Van Marwijks Änderungen - Grund für Euphorie?

Zu den Kommentaren   |   Von: Malte Asmus
08. November 2013, 07:14 Uhr
Marwijk
Bert van Marwijk mit Manager und Co-Trainer

Die Leistungskurve beim HSV zeigt unter Bert van Marwijk wieder nach oben, die Handschrift des neuen Trainers ist klar zu erkennen. Natürlich spuckt der euphorisierte Sportdirektor gleich wieder große Töne. sportal.de rät allerdings trotz guter Ansätze zur Vorsicht.

Es braucht nicht viel, um den Gemütszustand von Fans und Funktionären des HSV in sein absolutes Gegenteil zu verkehren. Von"Himmelhoch jauchzend" bis "zu Tode betrübt" ist es für sie nur ein kleiner Schritt. Aktuell reichen gerade einmal acht Punkte in fünf Spielen unter dem neuen Trainer Bert van Marwijk, um Oliver Kreuzer schon wieder große Töne spucken zu lassen.

"Ich verspreche, dass wir in diesem Jahr kein Heimspiel mehr verlieren", erklärte der Sportdirektor im Brustton der Überzeugung. Eine Aussage, die bei René Adler nur Kopfschütteln hervorruft. "Er muss ja nicht spielen, dann ist es immer einfach vorzupreschen. Ich würde es sofort unterschreiben, aber das sind meine Wünsche", versuchte der Torhüter im Hamburger Abendblatt die Euphorie zu bremsen.

Kreuzers These erscheint angesichts des Heim-Restprogramms des HSV bis Jahresende auf den ersten Blick zwar nicht wirklich gewagt. Hannover 96, Augsburg und Mainz 05 dürften allesamt schlagbar sein. Allerdings konnte der HSV bisher nur eines seiner fünf Heimspiele gewinnen. Das zwar immerhin deutlich mit 4:0, allerdings auch "nur" gegen den Tabellenletzten Eintracht Braunschweig. Zuletzt gab es eine extrem unglückliche Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach, die erste unter van Marwijk.

Schluss mit den System-Rochaden beim HSV

Ein Rückschlag bei dessen Aufbauarbeit? Nicht für den Trainer. Schließlich hatte er gesehen, wie sein HSV das Spiel eigentlich bestimmt hatte. 17:8 Torschüsse und 7:2 Ecken sprechen für die Dominanz seiner Mannschaft. Zwei Aluminium-Treffer von Rafael van der Vaart und Pierre-Michel Lasogga und die beiden Patzer von Lasse Sobiech bei den Gegentoren auch für Pech. "Es war vielleicht das beste Spiel, seit ich hier bin. Ich habe keine Kritikpunkte an der Mannschaft", lobte van Marwijk laut bild.de hinterher. "Es ist tragisch, so ein Spiel zu verlieren."

Trotz der Niederlage, die den HSV vor dem Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr im Live-Ticker) den Abstiegsplätzen wieder etwas näher gebracht hat, ist der HSV aber mittlerweile auf einem deutlich besseren Weg als noch zu Saisonbeginn unter Thorsten Fink. In den ersten fünf Partien hatte van Marwijks Vorgänger gerade einmal vier Punkte geholt, dabei 10:15 Tore kassiert.

 

Planlosigkeit hatte man ihm vorgeworfen, die fehlende Festlegung auf ein festes System kritisiert. Regelmäßig würfelte Fink Startaufstellung und System durcheinander. Mal ließ er ein 4-2-3-1 spielen, dann wieder ein 4-4-2, experimentierte gegen den BVB dann auch noch mit einer Dreierkette in der Abwehr - mit verheerendem Resultat für Mannschaft und Trainer. Der HSV hatte bereits mit 1:5 gegen Hoffenheim verloren, kam dann auch in Dortmund mit 2:6 unter die Räder. Der Coach wurde entlassen. Der Vorstand legte immerhin mit der Entscheidung mal eine Konsequenz und Entschlossenheit an den Tag, die er sonst vermissen lässt und die auch Fink und dem unter ihm praktizierten Pressing gut zu Gesicht gestanden hätte.

Van Marwijk bringt Ordnung, Struktur und Disziplin

Van Marwijk ist ein Mann der klaren Prinzipien, Strukturen, der Ordnung und Disziplin über alles stellt. Er fordert Konsequenz und lebt sie vor allem auch vor. Große Rotation ist nicht sein Ding. Daher kommt es ihm entgegen, dass sich der HSV auf die Bundesliga konzentrieren und daher mit einer relativ festen Startelf arbeiten kann. Er setzt auf ein klares 4-2-3-1-System bei Ballbesitz und 4-4-2 im Spiel ohne Ball und gibt seiner Mannschaft die nötige Orientierung und schaffte es, die offensichtliche Verunsicherung auszutreiben. Die Defensive steht mittlerweile wieder deutlich stabiler. Unter dem neuen Trainer kassierte der HSV sieben Gegentore, schoss selbst 13.

Dazu trägt auch bei, dass er die meisten Spieler wieder auf ihren vertrauten und angestammten Positionen einsetzt. Das Paradebeispiel dafür ist Rafael van der Vaart. Fink hatte den Niederländer über den Platz geschoben, verdonnerte ihn auch zu Defensivaufgaben und beraubte ihn dadurch seiner eigentlichen Stärken. Unter van Marwijk darf van der Vaart wieder als klassischer Zehner ran und fungiert als zentrale Anspielstation für seine Mitspieler. Der größte Unterschied ist aber, dass wir von hinten heraus versuchen, das Spiel aufzubauen. Van Marwijk mag es nicht, wenn wir lange Bälle spielen. Wir versuchen, die Bälle aus dem Mittelfeld zu mir zu spielen. Das ist auch wichtig für mich", erklärte van der Vaart in Bild.

HSV setzt wieder mehr auf das Kollektiv

Seine Fomkurve zeigt aber auch nach oben, weil er von der Unterstützung seiner spielstarken Mittelfeldkollegen Tolgay Arslan, Hakan Calhanoglu und Milan Badelj profitiert. "Er ist unser Spielmacher von hinten, das macht es für mich einfacher", erklärte van der Vaart laut spielverlagerung.de die Rolle von Badelj. Auch Lasogga hat daran erheblichen Anteil. Der Stürmer glänzt nicht nur als zuverlässiger, direkter und konsequenter Vollstrecker, sondern schirmt auch Bälle ab und legt für nachrückende Spieler auf.

Es ist das Kollektiv, auf das van Marwijk setzt. "Nur gemeinsam sind wir stark", erklärte der Trainer in Bild. Gemeinsam wird gegessen, aufgestanden erst, wenn der letzte fertig ist und auch auf den Trainingsplatz gehen alle zusammen und verlassen ihn auch gemeinsam. Im Spiel setzt sich das beim konsequenten kollektiven Pressing fort. Das Team verschiebt sich gemeinsam, mit dem positiven Effekt, dass die Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen nicht mehr so groß sind wie zuvor, der Gegner immer seltener die Möglichkeit erhält eigene schnelle Angriffe aufzubauen.

Die richtigen Tests kommen für den HSV erst noch

Im Idealfall natürlich. Ausnahmen bestätigen wie immer natürlich auch beim HSV die Regel. Das Kollektiv ist trotz guter erster Ergebnisse nach wie vor brüchig, die Leistungen schwankend und das gesamte System immer noch fehleranfällig - vor allem dann, wenn individuelle Patzer wie gegen Gladbach unterlaufen. In den nächsten Wochen werden van Marwijks Reformen mehr noch als zu Hause auswärts bei Bayer Leverkusen (Samstag, 15.30 Uhr im Live-Ticker), in Wolfsburg und vor allem beim FC Bayern München erst richtig auf die Probe gestellt werden.

Und wenn diese Proben positiv verlaufen sollten, dann bestünde auch wieder Grund zur Euphorie für Oliver Kreuzer. Bis dahin aber sollte sich der HSV an den erkennbaren Fortschritten erfreuen und sich an der Trainervorgabe auf dem Platz orientieren: Langsam aufbauen und Ball flach halten.