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Datum: 05. August 2012, 19:06 Uhr
Format: Artikel
Quelle: dpa/sportal.de
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Hockey: Pleite gegen die Niederlande vorerst ohne Folgen

Olympia, Hockey, Deutschland, Fuchs
Florian Fuchs (re.) im Zweikampf mit dem Niederländer Wouter Jolie

Besser jetzt als im Finale: Die deutschen Hockey-Herren haben gegen die Niederlande nach acht Jahren mal wieder ein Spiel bei Olympia verloren, im letzten Gruppenspiel gegen Neuseeland reicht aber ein Remis zum Weiterkommen. Der Erzrivale war einfach effektiver.

Denn trotz der 1:3-Niederlage gegen die Niederlande hatte das Team von Bundestrainer Markus Weise genügend Torchancen, um das Spiel offener zu gestalten. Doch der Topfavorit auf Gold nutzte die eigenen Gelegenheiten eiskalt durch Bob de Voogd (15.), Teun de Nooijer (36.) und Mink de Weerden (41.). Deutschland war durch Christopher Zeller bereits in der dritten Minute in Führung gegangen.

Frühe Führung aus der Hand gegeben

In dem ewig jungen Duell mit den Niederländern, die dem DHB-Team 2004 in Athen die letzte Pleite bei Olympia zugefügt hatten, hatte Deutschland somit den besseren Start. Zeller nutzte gleich die erste Strafecke zur frühen Führung. Das Oranje-Team wirkte aber nicht geschockt und hielt in der unterhaltsamen Begegnung vor fast voller Hütte konsequent dagegen.

De Voogd (15.) erzielte im Nachschuss den nicht unverdienten Ausgleich für die etwas engagierter wirkenden Niederländer. Auf der Gegenseite hätte Thilo Stralkowski (20.) freistehend beinahe die erneute deutsche Führung erzielt, er fand aber im überragenden Torwart Jaap Stockmann seinen Meister.

34 Sekunden nach Wiederbeginn zappelte dann aber der Ball nach der Verlängerung eines Schusses durch de Nooijer im Gehäuse des Europameisters. Bei einigen seiner Spieler hatte man diesmal das Gefühl, dass sie mit Blick auf die kaum noch gefährdete Halbfinal-Qualifikation nicht mit allerletzter Konsequenz in die Zweikämpfe gingen. Nach der zweiten Strafecke stand es dann gar 1:3, denn de Weerden traf mit einem satten Schuss in den Winkel. Erst jetzt verstärkte die deutsche Mannschaft ihre Angriffsbemühungen.

Zwei Strafecken (62./66.) blieben aber genauso ungenutzt wie die Großchancen von Jan-Philipp Rabente (51) und Oskar Deecke (54.). Rabente scheiterte mit einem Stecher nach toller Vorarbeit von Zeller erneut an Stockmann und auch beim Schuss von Deecke war der niederländische Keeper zur Stelle. Deutschland bleibt nach der unglücklichen Niederlage in der Gruppe B aber auf dem zweiten Platz, die Niederlande ist dagegen bereits für das Halbfinale qualifiziert.