Der Hamburger SV kommt aus den Negativschlagzeilen einfach nicht heraus. So soll der Transfer des Kroaten Milan Badelj nicht korrekt abgewickelt worden sein. Bei der Verpflichtung soll ein Berater beteiligt gewesen sein, der keine Lizenz besitzt.
Beim Hamburger SV läuft die bisherige Saison alles andere als gut: Nach vier Niederlagen in vier Pflichtspielen, der Kritik an den Last-Minute-Transfers von Rafael van der Vaart und Petr Jiracek sowie den Giftpfeilen von Investor Klaus-Michael Kühne in Richtung HSV-Vorstand haben die Hanseaten jetzt eine neue Baustelle zu bewältigen: Die Vereinigung der Deutschen Fußballspieler-Vermittler hat offiziell Anzeige gegen den Transfer von Milan Badelj erstattet.
Berater ohne gültige Lizenz am Transfer von Milan Badelj beteiligt?
Der Vorwurf der Vereinigung der Deutschen Fußballspieler-Vermittler wurde über den DFB inzwischen an die FIFA weitergeleitet, die sich jetzt mit dem Fall befasst. Konkret wird dem Hamburger SV vorgeworfen, dass mindestens ein Berater beteiligt gewesen sein soll, der über keine gültige Lizenz verfügt, weswegen vor allem Sportdirektor Frank Arnesen in der Kritik steht.
Hamburger SV: Schwere Zeiten für Sportdirektor Frank Arnesen
Sollten sich die Anschuldigungen als wahr erweisen und Frank Arnesen dieses Risiko bewusst eingegangen sein, werden die Zeiten an der Elbe noch stürmischer: Einerseits dürfte Frank Arnesen weiter an Kredit verlieren und erneute Spekulationen über eine Ablösung wären wohl nicht zu vermeiden.
Punkteabzug für den Hamburger SV ist denkbar
Andererseits drohen dem HSV empfindliche Strafen - auch ein Punkteabzug wäre laut Statuten denkbar. Für den Hamburger SV, der sich wohl auch in diesem Jahr mit der Abstiegsgefahr auseinandersetzen muss, das denkbar ungünstigste Szenario - der drohende Punkteverlust könnte am Ende der nunmehr 50. Saison der Hanseaten in der Bundesliga vielleicht entscheidend sein.
