Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich will die Olympiaziele mit den Sportverbänden weiter nicht freigeben, hat aber eine Veröffentlichung durch den Deutschen Olympischen Sportbund avisiert. Er wolle den Rechtsweg ausschöpfen, kündigte der CSU-Politiker am Freitag im ZDF-Morgenmagazin an. Sein Ministerium hatte gegen einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin Beschwerde eingelegt. "Wenn wir die Rechtsmittel ausschöpfen können und aufschiebende Wirkung erzielen, wird auch der DOSB seinerseits in nächster Zeit bereit sein, das zu veröffentlichen", sagte Friedrich. Friedrich äußerte sich überzeugt, dass die Sportfachverbände und der DOSB "ohne weiteres" ihre Zielvereinbarungen veröffentlichen werden, "wenn sie keine Beeinträchtigung ihrer Interessen sehen." Der Sportminister begründete seine Ablehnung mit einem Schutz von Verbandsinteressen. Das Verwaltungsgericht Berlin hatte entschieden, dass Journalisten über die Ziele informiert werden müssen.
