Die Zukunft von Radamel Falcao scheint geklärt. Wie goal.com berichtet, wechselt Falcao bereits im Winter zum FC Chelsea. Die Blues wollen die Ablöse von 60 Millionen Euro u.a. durch den Verkauf von Fernando Torres oder Daniel Sturridge stemmen.
Der amtierende Champions-League-Sieger soll Falcao signalisiert haben, dass man bereit sei, Atletico Madrid die festgeschriebene Ablöse von 60 Millionen Euro zu bezahlen. In der Vergangenheit hat der 26-Jährige bereits mehrfach den FC Chelsea zu seinem Wunschverein erklärt.
Der englische Meister Manchester City und der französische Tabellenführer Paris St. Germain hätten damit das Nachsehen. Auch Real Madrid war des Öfteren mit Falcao in Verbindung gebracht worden.
Torres und Sturridge können gehen
Chelsea kann sich den Transfer im Januar leisten, weil man erstmals in der neunjährigen Ära von Besitzer Roman Abramowitsch ein Geschäftsjahr mit Gewinn abgeschlossen hat. Das verschafft dem Verein auch im Hinblick auf das UEFA Financial Fair Play Spielraum, berichtet goal.com.
Um den Kader zu verkleinern und weitere Millionen für den erklärten Wunschspieler von Chelsea-Trainer Roberto Di Matteo freizumachen, soll außerdem Stürmer Fernando Torres die Freigabe erhalten. Der Spanier wechselte im Januar 2011 für 58 Millionen Euro Ablöse vom FC Liverpool an die Stamford Bridge, konnte die Erwartungen aber nie erfüllen. Auch ein Verkauf des englischen Nationalstürmers Daniel Sturridge soll vorstellbar sein.
Falcaos Transferrechte könnten zum Problem werden
Einzig die komplizierte Verteilung der Transferrechte an Falcao könne den Deal noch erschweren. Diese sollen zu 60 Prozent bei Atletico Madrid liegen, der Rest befindet sich in der Hand eines Konsortiums mit dem Ronaldo-Berater Jorge Mendes an der Spitze.
Falcao wechselte 2009 für eine Ablöse von rund fünf Millionen Euro vom argentinischen Spitzenklub River Plate zum FC Porto. 2011 wurde für 45 Millionen Euro Ablöse an Atletico Madrid abgegeben. Für Porto und Atletico erzielte Falcao bislang 121 Tore in 149 Spielen und gewann mit beiden Vereinen die Europa League.
Marco Heibel
