Alberto Contador hat bei seiner Rückkehr nach zweijähriger Dopingsperre einen Podiumsplatz bei der Eneco Tour am Ende knapp verpasst und wurde Vierter. Der Sieg der sechstägigen Rundfahrt ging nach einer packenden Schlussetappe an Lars Boom, Etappensieger wurde Alessandro Ballan.
Dreimal musste das Peloton auf der Königsetappe der Eneco Tour die legendäre Mauer von Geraardsbergen überwinden, die Fans von der Flandern-Rundfahrt kennen. Dieses brutale Profil war genau das Richtige für Lars Boom, den Querferldeinspezialisten aus den Niederlanden. Der Rabobank-Profi nahm dem Kanadier Svein Tuft von Orica GreenEdge am Schlusstag noch das Weiße Trikot des Gesamtführenden ab.
Es war in der achtjährigen Geschichte der Rundfahrt durch Belgien und die Niederlande der erste Gesamtsieg für das Rabobank-Team. Tagessieger wurde nach 214,5 Kilometern allerdings Routinier Alessandro Ballan von BMC, der die Etappe aus einer neunköpfigen Fluchtgruppe heraus gewann. Boom kam mit zwei Sekunden Rückstand auf den Italiener ins Ziel, wurde aber Gesamtsieger, weil Tuft, der nach seinem Zeitfahrsieg am Vortag das Klassement mit vier Sekunden Vorsprung angeführt hatte, mit mehr als einer Minute Rückstand die letzte Etappe beendete.
Tuft wäre so Dritter gewesen, erhielt aber noch eine Zeitstrafe, die ihn vom Podium warf und wurde am Ende als Siebter notiert.
Dritter des Tages wurde Francisco Ventoso vor Nick Nuyens und Marco Marcato. Contador kam mit ihnen und sechs Sekunden auf Ballan ins Ziel, womit ihm in der Gesamtwertung genau sechs Sekunden auf den Sieger Boom fehlten. Contador wird nun die Vuelta a Espana bestreiten, die am kommenden Wochenende in Pamplona beginnt. Danach kehrt er dann in die Niederlande zurück, um die WM in Limburg zu bestreiten, wo er am Straßenrennen und dem Einzelzeitfahren teilnehmen möchte.



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