(Seite 2 von 2)
Distanziert sie sich von den politischen Ansichten Ihres Freundes?
Sennewald: "Sie distanziert sich offen. Sie hat immer wieder betont, dass sie die politischen Überzeugungen von Michael Fischer nicht teilt. Und das ist für uns auch derart überzeugend vorgetragen worden, dass wir es zu akzeptieren haben. Mir liegen auch keine Hinweise darauf vor, dass es bei zuständigen Instanzen unseres Staates andere Informationen zu dem Thema gibt."
Ist die Beziehung thematisiert worden mit dem Deutschen Ruderverband?
Sennewald: "Das ist offiziell nicht kommuniziert worden. Es hat aber Gespräche am Rande gegeben. Wenn der Deutsche Ruderverband jetzt von dem Thema überrascht worden ist, kann ich das nicht kommentieren."
Sie haben Zweifel daran?
Sennewald: "Ich kann das nicht kommentieren."
Wie wird es jetzt für Nadja Drygalla weitergehen, wird es Konsequenzen für ihre Laufbahn geben?
Sennewald: "Ich fürchte, dass es so ist. Ich hoffe, dass es nicht so ist. Bei dem, was hier in der Öffentlichkeit mit Nadja veranstaltet wird, muss man befürchten, das es nicht ohne Folgen bleibt. Es wäre hilfreich, wenn sich die Presse vor Augen hält, was sie mit einem jungen Menschen veranstaltet."
Hatten Sie schon Kontakt zu ihr?
Sennewald: "Ich habe heute Morgen mit ihr gesprochen. Mit einem plakativen Bild gesprochen: Im Moment ist sie am Boden zerstört. Wir haben es hier nicht mit einem Medienprofi zu tun oder mit jemandem, der sich permanent und mit letzter Konsequenz vor Augen führt, in welcher Extremsituation persönliche Beziehungen münden können. Dass sie jetzt extrem leidet, finde ich ganz natürlich."
Welchen Rat haben Sie ihr gegeben?
Sennewald: "Ich habe ihr geraten, sich momentan den Medien gegenüber zurückzuhalten, da in ihrer aktuellen Verfassung ein medialer Auftritt nicht sinnvoll erscheint. Im Übrigen kann sie mich jederzeit um konkrete Hilfe bitten."