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Datum: 05. Mai 2013, 17:42 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sid
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Deutschen Handballer tanken Selbstvertrauen

Martin Heuberger,DHB,Handball
Martin Heuberger konnte mit seinem Team auch das zweite Spiel gegen Slowenien gewinnen

Generalprobe geglückt, die EM-Qualifikation kann kommen: Die deutschen Handballer haben durch zwei Siege gegen den WM-Vierten Slowenien reichlich Selbstvertrauen für die schweren Ausscheidungsspiele im Juni gesammelt. Beim Comeback von Linkshänder Holger Glandorf ließ der WM-Fünfte dem hart umkämpften 31:30 vom Vortag am Sonntag ein überzeugendes 27:24 (14:11) folgen. Bester Torschütze der DHB-Auswahl war Kreisläufer Patrick Wiencek mit sechs Treffern. Zudem hielt Torhüter Jens Vortmann bärenstark. Im ersten Test am Samstag in Magdeburg hatten die Linksaußen Dominik Klein und Kevin Schmidt je sechsmal getroffen. Die beiden Länderspiele waren für die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger die letzte Standortbestimmung vor den Duellen in der EM-Qualifikation gegen Montenegro (12. Juni) und Israel (15. Juni). Aus den beiden Partien benötigt das deutsche Team zwei Siege, um sicher beim Endrundenturnier in Dänemark (12. bis 26. Januar 2014) dabei zu sein. "Wir haben ein besseres Spiel gezeigt als Samstag, vor allem in der Abwehr. Die ist das A und O", sagte Heuberger, dem beim zweiten Sieg nur die letzte Viertelstunde, in der er viel ausprobierte, "nicht mehr so gefallen" hat. Rückraumspieler Stefan Kneer war zufrieden: "Diese beiden Siege geben uns viel Selbstvertrauen."

Glandorf: Wunderschön wieder da zu sein

Besonders Rückraum-Ass Glandorf stand in seinen Länderspielen Nummer 156 und 157 im Fokus. Seit dem 7. April 2012 hatte der Weltmeister von 2007 keine Partie mehr für Deutschland bestritten. Nach seinem monatelangen Ausfall aufgrund einer Achillessehnen-Entzündung und dem viel kritisierten WM-Verzicht kehrte er am Wochenende nach fast 13 Monaten ins Team zurück. Zwar merkte man Glandorf seine lange Pause noch an, doch vor allem seine Nebenleute profitierten immer wieder von seinem druckvollen Spiel. "Es ist superschön, wieder da zu sein, es hat viel Spaß gemacht", sagte der Rückkehrer, der in beiden Spielen von Beginn an ran durfte und insgesamt vier Treffer erzielte: "Man hat aber auch gesehen, dass es noch an der nötigen Abstimmung fehlt." Dennoch dürfte Glandorf für die Zukunft gesetzt sein. Das deutsche Team präsentierte sich vor allem am Sonntag in bester Spiellaune. Dank der Paraden von Vortmann kam die Heuberger-Sieben in der mit 3200 Zuschauern ausverkauften Anhalt-Arena in Dessau-Roßlau immer wieder zu schnellen Gegenstößen, die von den Außen sicher verwandelt wurden. Auch der Rückraum überzeugte mit schnellem Kombinationsspiel, so dass sich die beiden Kreisläufer Wiencek und Christoph Theuerkauf immer wieder gut in Szene setzen konnten. "Slowenien kann sehr gut Handball spielen, das war schon ein wichtiger Test. Es waren viele gute Ansätze da. Die schnellen Tempogegenstöße waren gut, und auch die Abwehrarbeit hat mir gefallen", bilanzierte DHB-Manager Heiner Brand. Heuberger blieb seiner Linie auch gegen die flinken Slowenen treu, wechselte munter durch, testete verschiedene Deckungsvarianten und gab jedem Spieler Einsatzzeiten. So erhielt am Sonntag überraschend der Mindener Keeper Vortman den Vorzug gegenüber den Stammkräften Silvio Heinevetter und Carsten Lichtlein. Zudem konnten sich bis auf den von seiner Knieverletzung genesenen Kapitän und Abwehrchef Oliver Roggisch sämtliche 14 Feldspieler in die Torschützenliste eintragen. "Wir haben die drei Tage genutzt, um uns für die Quali einzuspielen", sagte Heuberger, der schon nach der ersten Partie feststellte: "Das hat mir über weite Strecken gut gefallen. Man hat gesehen, dass die Jungs unbedingt gewinnen wollten." Am Samstag hatte Torhüter Lichtlein mit einem gehaltenen Freiwurf in der Schlusssekunde den Sieg sichergestellt.