Ronaldo, Messi, Messi, Ronaldo - das ist kein Morsesignal, sondern die Torfolge des El Clasico. Im ewigen Duell zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid durften sich die Zuschauer im Nou Camp und an den Fernsehgeräten rund um den Globus bestens unterhalten fühlen.
Cristiano Ronaldo legte beim 2:2 (1:1) vor 98.000 Zuschauern für Real Madrid vor (23. Minute), doch Lionel Messi zog wenig später nach (31.). Nach der Pause drehte er dann den Spieß um, sorgte für die Führung Barcelonas (61.), die Ronaldo jedoch beantwortete.
Jose Mourinho gönnte dem auf der Tribüne anwesenden Dirk Nowitzki den Anblick zweier Landsleute. Sami Khedira und Mesut Özil liefen im Gegensatz zum Spiel bei Ajax Amsterdam unter der Woche ebenso auf wie Angel di Maria. Michael Essien, Jose Callejon und Kaka nahmen stattdessen auf der Tribüne Platz.
Beim FC Barcelona, der unter der Woche den verletzungsbedingten Ausfall von Carles Puyol zu beklagen hatte, machte Tito Vilanova besonders die Abwehrsituation Sorgen. Adriano durfte schließlich in der Viererkette neben Javier Mascherano ran.
Cristiano Ronaldo trifft - Lionel Messi antwortet
Die Abwehr-Sorgenfalten bei Vilanova wurden nach 28 Minuten sogar noch größer, als Dani Alves verletzt ausgewechselt werden musste und von Martin Montoya ersetzt wurde. Für Sorgenfalten auf der Stirn des Coaches des FC Barcelona hatte allerdings auch Cristiano Ronaldo gesorgt, der die spielerische Überlegenheit der Gäste in Zählbares umgemünzt hatte. Karim Benzema hatte den Portugiesen in Szene gesetzt, der mit einem wohlgezielten Flachschuss Victor Valdes keine Chance ließ (23.).
Vilanova durfte sich zu diesem Zeitpunkt von allen verlassen vorkommen - doch dann rettete der Spieler, auf den er wohl immer zählen kann, die erste Halbzeit. Lionel Messi bekam ein Gast-Geschenk der Madrilenen direkt vor die Füße, nachdem Pepe den Ball eigentlich per Kopf hatte klären wollen. Solch eine Einladung gibt man Messi nicht umsonst - das 1:1 war die Konsequenz (31.).
Zur Halbzeit durfte Barcelona vor allem feststellen, dass aufgrund der konsequenten Abwehrarbeit von Real dieser Ausgleich bei zwei Torchancen fast schon das höchste der Gefühle sein könnte. Und das nicht etwa, weil man weniger Spielanteile hatte, im Gegenteil. Madrid verstand es nur, wirkliche Gefahren im Vorfeld einzudämmen.
Lionel Messi trifft - Cristiano Ronaldo antwortet
Dass Real jedoch immer dann Gefahren drohen, wenn Lionel Messi auch nur in Schussweite des eigenen Tores kommt, dürfte Iker Casillas bekannt sein. Und doch konnte er dessen Freistoßtor zum 2:1 (61.) nicht verhindern. Zu präzise zirkelte Messi den ruhenden Ball aus gut 23 Metern um die Mauer und in den Winkel des Madrider Tores.
Offensichtlich wollte sich dies ein Akteur von Real nicht gefallen lassen und der trug die Nummer sieben. Nur fünf Minuten nach der Führung für den FC Barcelona fand Mesut Özil mit einem sehenswerten Steilpass Cristiano Ronaldo, der blitzschnell schaltete und seinerseits Valdes zum zweiten Mal überwand.
Die Schlussphase gehörte jedoch den Hausherren aus Barcelona, die sich nun mehr und mehr Chancen herausspielten, am Ende aber ohne weiteren Torerfolg blieben. Bestens unterhalten durften sich wieder einmal alle gefühlt haben, inklusive Dirk Nowitzki, der es sich vor seinem eigenen Auftritt gegen den FC Barcelona in zwei Tagen nicht nehmen ließ, die Partie per Twitter zu kommentieren.
