Mit der Forderung einer umfassenden Reform der Spitzensportförderung haben Deutschlands Top-Athleten den Druck auf den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) erhöht. Mehr Mitsprache bei athletenrelevanten Entscheidungen in den Spitzenverbänden, eine flexiblere Förderung sowie bessere Bedingungen für die duale Karriere sind die wichtigsten Punkte im Forderungskatalog, auf den sich die 49 Athletensprecherinnen und -sprecher bei ihrem zweitägigen Treffen in Bonn verständigt haben. Einig waren sich die Athletenvertreter auch darin, dass Erfolg nicht nur am Medaillenspiegel Olympischer Spiele gemessen werden dürfe. Zu oft würden absolute Weltspitzenleistungen abseits der drei Erstplatzierten übersehen. "Leistungssport muss sich an der Spitze orientieren. Daran besteht kein Zweifel, deshalb ist die vorwärtsgewandte Förderung von Potenzialen im bestehenden System auch sinnvoll. Es muss aber zu weiteren Anpassungen kommen", sagte Christian Breuer, Vorsitzender der Athletenkommission des DOSB.
