Der 60. Saison-Sieg war für Angelique Kerber ein besonderer. Nicht nur, dass sie dafür gegen Caroline Wozniacki drei Sätze hart hatte kämpfen müssen, der Viertelfinaleinzug in Peking brachte ihr Historisches: Die erste WM-Teilnahme einer Deutschen seit Anke Huber.
Elf lange Jahre hatten die deutschen Tennisfans warten müssen, dass sich wieder einmal eine deutsche Spielerin für das Saisonabschlussturnier der acht besten qualifizieren konnte. Gut Andrea Petkovic war letztes Jahr immerhin als Ersatzspielerin dabei. Spielen durfte sie aber nicht. Nach dem 6:1, 2:6, 6:4-Sieg von Angelique Kerber über Caroline Wozniacki hat das Warten endlich ein Ende, Kerber ist in Istanbul dabei und wird dort auch zum Einsatz kommen.
Masters beendet Angelique Kerbers tolle Saison
"Ich bin sehr glücklich, dass ich beim Masters Ende des Jahres dabei bin", strahlte Kerber in Peking, nachdem sie auch die letzten rechnerischen Zweifel an ihrer WM-Teilnahme ausgeräumt hatte. "Ich denke, das zeigt, dass ich eine richtig gute Saison gespielt habe", resümierte die in dieser Saison auf die Nummer sechs der Welt hochgeschnellte Kerber und korrigierte sich schnell. Schließlich war das Jahr für sie "mehr als gut", wie es in der TV-Berichterstattung gerne heißt.
"Das ist die bislang beste Saison meiner Karriere", so Kerber über das Jahr 2012, das aus ihrer Sicht nach Turniersiegen in Paris und Kopenhagen sechs weitere Halbfinals, darunter in Wimbledon, nun mit einem einem absoluten Highlight zu Ende gehen wird. "Das Jahr 2012 jetzt bei der WM zu beenden ist eine tolle Sache", freute sie sich.
Außer ihr sicherten sich in Peking auch Petra Kvitova und Sara Errani das Ticket nach Istanbul. Zuvor hatten sich bereits Victoria Azarenka, Sharapova, Serena Williams und Agnieszka Radwanska für den Saisonabschluss qualifiziert. Um den letzten freien Platz kämpfen Li Na, Samantha Stosur, Marion Bartoli und Wozniacki.
Angelique Kerber nun gegen Maria Sharapova
Doch bevor es für Kerber nach Istanbul geht, steht erstmal das Viertelfinale in Peking an, in dem sie gegen Sharapova antreten wird. Da muss im Vergleich zum Match gegen Wozniacki, für das die Deutsche 1:47 Stunden gebraucht hatte, ehe sie ihren ersten Matchball verwandelt konnte, aber eine Steigerung her. "Ich habe sehr gut angefangen, danach hat sie aber weniger Fehler gemacht und ist besser ins Spiel gekommen", sagte Kerber zu der Tatsache, dass sie trotz 6:1 gewonnenen ersten Satzes den zweiten Durchgang mit 2:6 abgeben musste.
Im dritten Satz lieferten sich Kerber und Wozniacki dann einen packenden Schlagabtausch, in dem die deutsche Nummer eins am Ende das bessere Ende für sich hatte. Nach dem Turnier in Peking wird Kerber in der kommenden Woche auch bei der Veranstaltung in Linz an den Start gehen. "Und danach bereite ich mich auf Istanbul vor", sagte die Senkrechtstarterin der vergangenen 15 Monate.
