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Vettel wechselt sechs Runden vor Schluss die ReifenDer reagierte prompt und holte sich sechs Runden vor Schluss tatsächlich noch einen frischen Satz Gummis. Diese taktische Flexibilität zahlte sich noch aus, obwohl er hinter Grosjean und Perez, die eine Ein-Stopp-Strategie in die Tat umsetzen konnten, auf Rang fünf zurückfiel.
Fortan fuhr er rund vier Sekunden schneller als Alonso an der Spitze. Der Spanier blieb mit seinem Ferrari jedoch auf der Strecke und wurde sechs Runden vor Schluss von Hamilton überholt. Auf den letzten beiden Runden rauschten auch noch Grosjean, Perez und Vettel an ihm vorbei.
Hätte das Rennen ein zwei Runden länger gedauert, Vettel wäre wohl noch weiter nach vorne gekommen. So gesehen kam die Entscheidung zum späten Reifenwechsel womöglich einen Moment zu spät, wobei er nachher betonte, dass man nicht mit so einem rapiden Abbau der Pneus gerechnete habe.
Vettel und Red Bull müssen damit weiter auf den ersten Sieg auf dem Circuit Gilles Villeneuve warten. Dabei hatte er beste Vorarbeit geleistet und die Konkurrenz im Qualifying dominiert. Als dann bei fast 30 Grad und herrlichem Sonnenschein über der Île Notre Dame die Roten Ampel ausgingen, verteidigte der 24 Jahre alte Doppelweltmeister souverän seine Pole.
Vettel verliert Führung beim ersten Stopp
Nur eines gelang ihm auf der Île Notre Dame im St. Lorenz-Strom nicht: Widersacher Hamilton und auch WM-Vordermann Alonso abzuschütteln, die von den Rängen zwei und drei auch in den WM-Lauf in Nordamerika gestartet waren. Von dem Dreierpack kam Vettel als erster zum ersten Reifenwechsel in die Box.
Die Zeit nur mäßig, die Quittung: Nachdem Hamilton eine Runde später neue Pneus aufziehen lassen hatte, reihte sich der Weltmeister von 2008 vor den Titelträger der vergangenen beiden Jahre. Dass sich danach Alonso nach seinem Boxenstopp an die Spitze setzte, machte Hamilton noch in derselben Runde wieder rückgängig.
Hamilton hielt seine Verfolger auf Distanz - bis zum zweiten Reifenwechsel in der 50. Runde. Der Stopp verlief zwar nicht optimal, die Strategie war dennoch goldrichtig und bescherte ihm schließlich den 18. Sieg seiner Karriere.






