Drei Siege bei seinen letzten sieben Starts, der 74. Erfolg auf der Tour, Platz eins in der Geld- und in der FexEx-Cup-Wertung - kein Zweifel, Tiger Woods ist wieder der Alte und die Konkurrenz nimmt das respektvoll zur Kenntnis.
Die Genugtuung über seinen Turniersieg beim AT&T National war Tiger Woods anzumerken. "Ich erinnere mich an eine Zeit, in der die Leute sagten, dass ich nie wieder ein Turnier gewinnen würde. Wann war das? Vor sechs Monaten?", fragte er im Congressional Country Club in Bethesda in der Nähe der US Hauptstadt Washington in die Runde.
Gerade hatte er das AT&T National gewonnen, bei dem er nicht nur Spieler sondern auch Veranstalter ist, und seinen 74. Erfolg auf der PGA Tour gefeiert. Damit hat er zumindest bei der Anzahl der Turniersiege US-Legende Jack Nicklaus hinter sich gelassen und ist jetzt Nummer zwei der ewigen Rangliste hinter Sam Snead. Bei den Majortiteln hechelt Woods mit 14 Erfolgen noch immer Nicklaus (18) hinterher, doch wer Woods in den letzten Wochen hat spielen sehen, der hat keinen Zweifel mehr, dass der nächste große Sieg nur eine Frage der Zeit ist.
Beim AT&T National bekam der Superstar noch ein klein wenig zusätzliche Unterstützung von seinem ärgsten Rivalen Bo van Pelt. Der Amerikaner war im letzten Flight mit Woods unterwegs und scheiterte wie schon so viele vor ihm. Der Druck an der Seite von Woods ist stets riesig, erst Recht, wenn der wieder so souverän auftritt wie in seinen besten Tagen.
Dazu kamen im Congressional Country Club der brutal schwere Blue-Course und natürlich die besonderen Umstände, wenn tausende Fans den Spielern folgen. Van Pelt hielt dieser Situation nichts stand. Das Bogey auf der 16 war noch zu verschmerzen, da auch Woods dort einen Schlag verlor, weitere Bogeys auf der 17 und 18 waren dann aber zu viel. Woods spielte zweimal Par und gewann mit einem Ergebnis von acht unter Par das Turnier vor Van Pelt (-6). Dritter wurde der Australier Adam Scott mit fünf unter Par.





