Bundesliga
2. Bundesliga
3. Liga
DFB-Pokal
Champions League
Europa League
International
Frauen Bundesliga
Live-Ticker
Ergebnisse
WM-Stand 2026
Termine 2026
Historie
Live-Ticker
Ergebnisse
Weltrangliste
Live-Ticker
Ergebnisse
Bundesliga
BBL-Pokal
Euroleague
NBA
WM
EM
Live-Ticker
Ergebnisse
MLB
NFL
NHL
NBA
Ergebnisse
DEL
NHL
WM
Live-Ticker
Ergebnisse
Bundesliga
Champions League
DHB-Pokal
Live-Ticker
Ergebnisse
WM 2025
EM 2026
Nordische Kombination
Ski Langlauf
Skispringen
Biathlon
Ski Alpin
Ergebnisse
Liveticker
Kalender
Ergebnisse
StatistikSpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
StatistikSpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
ErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
Ligue 1Serie APrimera DivisionPremier LeagueErgebnisseLive-Ticker
Von: Michel Massing
Datum: 01. Juli 2012, 22:15 Uhr
Format: Artikel
Diskussion:
Sport Live-Ticker
Fußball: Serie A
12:30
Fußball: Primera Division
21:00
Fußball: 3. Liga, 31. Spieltag
Fußball: 2. Liga, 28. Spieltag
Fußball: Primera Division
Fußball: BL Österreich MG
Fußball: Serie A
Fußball: Ligue 1
Fußball: Bundesliga, 28. Spielt.
Fußball: Primera Division
Fußball: 3. Liga, 31. Spieltag
Fußball: BL Österreich MG
Fußball: Ligue 1
Fußball: Bundesliga, 28. Spielt.
Fußball: Serie A
Fußball: Primera Division
Fußball: 3. Liga, 31. Spieltag
Fußball: Serie A
Fußball: Ligue 1
Fußball: Primera Division
kommende Live-Ticker:
 
Sport Ergebnisse
Fussball Ergebnisse
alle Sport-Ergebnisse im Überblick
 
 

Spanien ist Europameister 2012 durch 4:0-Sieg gegen Italien

Spanien - Italien: Das Finale
Spanien - Italien: Das Finale

Diese Spanier schmeicheln dem Auge. Durch den 4:0-Sieg gegen Italien ist die Furia Roja das erste Team, das drei Titel infolge einstreichen kann. Spanien gewinnt die EM, aber auch die Meisterschaft im Ballbesitz, in der Ballbehandlung und im Passspiel.

Spaniens Ausnahme-Team hat seine große Ära gegen Italien in einem 60. Minuten lang spannenden EM-Finale in Kiew mit 4:0 (2:0) gekrönt. Dank der Tore von David Silva (14. Minute), Jordi Alba (41.), Fernando Torres (84.) und Juan Mata (88.) gelang den Spaniern ein historischer Erfolg. Die Spielweise der Furia Roja ließ Fans und Experten entzücken.

"Ja, so manches Schätzchen, ist ein Schmeichelkätzchen, das mit Sammetpfötchen Dich umspielt; Aber, wie entsetzlich, wenn man später plötzlich, Tigerkrallen fühlt!“, so heißt es in Smetanas Oper 'Die verkaufte Braut'. Die Nationalmannschaft Spaniens ist so ein Schmeichelkätzchen, das den Strafraum des Gegners mit Sammetpfötchen umspielt, um dann blitzschnell und gnadenlos die Tigerkrallen auszufahren. Aber nun von der Hochkultur zur hohen Fußballkunst.

Fabregas und Silva schlagen zu

Spanien startete ohne Alvaro Negredo, der gegen Portugal begann, und damit faktisch ohne Stürmer. Stattdessen rückte Cesc Fabregas in die Mannschaft. Cesare Prandelli setzte nicht auf die in der Gruppenphase gezeigte Dreierkette, er schickte seine Mannschaft so ins Spiel wie zuvor gegen Deutschland und England: Hinten eine Viererkette, davor die Mittelfeldraute um Spielmacher Andrea Pirlo, und vorne das Sturmduo Antonio Cassano/Mario Balotelli. Personell gab es eine Änderung: Für Federico Balzaretti startete Ignazio Abate.

Italien fand sich gleich zu Beginn des Spiels in der Defensive wieder. Mit einem 4-1-3-System in der Defensive standen die Italiener gegen die Angriffssichel der Spanier. Xavi hatte die erste gute Möglichkeit. Doch der Regisseur der Roja schoss aus 19 Metern über den Kasten der Italiener (10.). Ballbesitz Spanien bestimmte einmal mehr das Bild. Über viele Kontakte lief der Ball. Andres Iniesta spielte nach rechts zu Alvaro Arbeloa, der zurück ins Mittelfeld, wo wieder Andres Iniesta bereitstand. Ansatzlos folgte dann der Rhythmuswechsel: Iniesta spielte flach in die Tiefe, und alle Mitspieler starten in Richtung Tor. Halbrechts löste sich Cesc Fabregas schneller als Giorgio Chiellini, kratzte den Ball von der Grundlinie hoch zurück in den Rückraum, wo David Silva zur Führung einnicken konnte (14.).

Spanien fährt erneut die Krallen aus 

Giorgio Chiellini musste nach 21. Minuten verletzungsbedingt raus. Für ihn kam Federico Balzaretti. Der erste nennenswerte Angriff der Italiener entstand aus einem schnell gespieltem Konter. Antonio Cassano hatte Alvaro Arbeloa abgekocht, der anschließende Torschuss aus acht Metern war allerdings harmlos (29.). Italien konnte nun mehr Druck auf das spanische Tor entwickeln. Erneut war es Cassano, der mit einem Distanzschuss Iker Casillas zur einer Parade zwang. Gerade als Andrea Pirlo, der immer wieder von Xabi Alonso angelaufen wurde, mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel zu bekommen schien, da legte Spanien erneut den Schalter um.

Jordi Alba spielte Xavi an, der hatte durch seine enge Ballführung genug Zeit sich umzusehen, Jordi Alba sprintete in die Spitze und wurde herrlich-tödlich und doch so wunderschön von Xavi bedient. Der linke "Abwehrspieler“ schob den Ball allein vor Gianluigi Buffon zum 2:0 für Spanien ein (41.). Auf dem Papier war die erste Hälfte nicht so eindeutig, wie das Ergebnis glauben macht. Beide Teams hatten acht Torschüsse, Spanien mit 53 Prozent Ballbesitz (Quelle: whoscored.com) weit unter dem gewohnten Maß. Entscheidend waren aber die blitzschnell eingestreuten Angriffe, das nicht aus Kontersituationen.

Italien attackiert, dann kommt der Schock 

Die Italiener gingen zu Beginn der zweiten Hälfte mehr Risiko. Der für Cassano gekommene Antonio Di Natale kam zu einer guten Kopfballchance (47.) und wenig später hätte er allein vor Casillas den Anschlusstreffer erzielen können (51.). Spanien nutzte die Lücken, der nun offener agierenden Italiener, doch Cesc Fabregas konnte nach seinem Dribbling kein Kapital aus der Situation schlagen (48.). Da der Roja auch ein Handelfmeter verweigert wurde, Leonardo Bonucci war der Übeltäter gewesen, blieb es beim 2:0 für Spanien.

Thiago Motta ersetzte dann Riccardo Montolivo. Ein Wechsel, der folgenschwer sein sollte. Motta zog sich eine Zerrung zu, Italien hatte schon drei Mal gewechselt, deshalb musste die Squadra Azzurra mit zehn Mann bei Spielstand 0:2 weiterspielen. Das Attackieren der Italiener hatte damit ein Ende. Die Verletzung hatte den Stecker aus dem mutigen Spiel der Elf von Cesare Prandelli gezogen. Spanien konnte nun sehr hoch verteidigen und umspielte in Handballmanier um den Strafraum der Italiener. Die eingewechselten Fernando Torres und Juan Mata machten mit ihren Toren zum 3:0 und 4:0 schließlich den Deckel drauf.

Rekorde durch Torres, Casillas und der Furia Roja 

Torres ist damit der erste Spieler aller Zeiten, der in zwei EM-Finals treffen konnte. Außerdem war es der höchste Sieg, den je ein Team in einem EM- oder WM-Finale einstreichen konnte. Weitere Rekorde gefällig: Iker Casillas erreichte den 100. Länderspielsieg (im 137. Länderspiel), das hat noch kein Spieler vor ihm geschafft. Und der wichtigste Rekord zuletzt: Spanien schreibt durch den dritten Titel infolge Fußball-Geschichte. Das war noch keiner Ländermannschaft je gelungen. Ehre wem Ehre gebührt!

Michel Massing