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Von: Malte Asmus
Datum: 23. Mai 2012, 11:42 Uhr
Format: Artikel
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Robben, Höwedes und Co.: Bei Bayern München brodelt die Gerüchteküche

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Rummenigge, Hopfner und Schuhbeck köcheln

Nach der titellosen Saison dominieren in München beim Blick auf die neue Spielzeit die  Fragezeichen. Vertreiben die Pfiffe Arjen Robben aus München? Geht eventuell sogar Jupp Heynckes? Und wer sind die "Kracher", die Uli Hoeneß holen will? Wir kochen die Namen Pizarro, Dzeko und Höwedes in der Gerüchteküche ordentlich durch.

Die alte Bundesliga-Saison ist kaum beendet, da geht der Blick schon in Richtung neue Spielzeit. Vertreiben die Pfiffe Arjen Robben aus München? Geht eventuell sogar Jupp Heynckes? Und wer sind die "Kracher", die Uli Hoeneß holen will? Wir kochen die Namen Pizarro, Dzeko und Höwedes in der Gerüchteküche ordentlich durch.

Arjen Robben – jahrelang war es für Bayern-Fans ein Hochgenuss ihm zuzusehen, nach den verschossenen Elfmetern im Meisterschaftsendpurt und im Champions League-Finale stößt er einigen Fans aber nur noch sauer auf. Konsequenz: das gellende Pfeifkonzert bei jedem Ballkontakt während des Freundschaftsspiels der niederländischen Auswahl gegen den FC Bayern.

"Wenn ich Arjen wäre, würde ich gut darüber nachdenken, ob ich hier nächstes Jahr auch noch spiele", erklärte ein fassungsloser Mark van Bommel laut focus.com unter dem Eindruck der gellenden Pfiffe, die Ausdruck dafür waren, wen große Teile der Anhängerschaft zum Sündenbock für die titellose Saison der Bayern erklärten. Nicht die Spieler, die die Teilnahme am Elfmeterschießen verweigerten, sondern der Mann, der zuletzt oft Verantwortung übernommen hatte, aber gescheitert war.

Lattek glaubt an Robben-Abgang

"Das ist das erste Mal, dass er im eigenen Stadion ausgepfiffen wird. Das muss ein ganz harter Schlag für ihn sein. Der wurde hier nur hochgelobt und jetzt dieser tiefe Schlag", analysierte Udo Lattek in der ARD-Sendung Menschen bei Maischberger und vermutete: "Ich denke, das ist nur der Anfang, dass er woanders hingehen wird.“ Dabei hatte Robben erst vor wenigen Wochen, trotz großem Ärger darüber, dass Bayern ihm im Streit mit Franck Ribéry angeblich zu wenig Rückendeckung gegeben hatte, seinen Vertrag vorzeitig bis 2015 verlängert.

Diese vermisste er nach dem verschossenen Elfer gegen Chelsea und den Pfiffen aber wohl erneut, wie Kumpel Wesley Sneijder erklärte. "Man merkt, dass keiner bei Bayern ihn in den letzten Tagen beschützt hat. Dadurch schließen sie ihn aus", so Sneijder laut Voetball International und riet: "Von mir aus kann er gerne zu Inter kommen."

Was wird aus Heynckes? Kommt Dzeko?

Wird Robben also bald von der Bayern-Menükarte gestrichen? Eine eigene Stellungnahme des Spielers gab es zu den Vorfällen bisher nicht. Dagegen ließ eine Äußerung von Jupp Heynckes aufhorchen, der in der ARD gestern Abend Fragen zu seiner Zukunft auswich. "Ich habe bis 2013 Vertrag", erklärte er zwar, fügte dann aber auch an "Wenn sich irgendwas ändert, würden der FC Bayern und ich das gemeinsam bekanntgeben." Gespannt darf man sein, wer die Nachfolge antreten könnte.

Ebenfalls gespannt wird erwartet, mit welchen Neuzugängen die Bayern den Hunger ihrer Fans nach neuen Stars und Verstärkungen stillen wollen. Das Ziel ist schließlich die Dominanz von Borussia Dortmund zu durchbrechen. Gewinnertypen hatte Uli Hoeneß daher angekündigt. Zahlreiche Kandidaten werden bereits an der Säbener Straße gehandelt. Neben Claudio Pizarro, der angeblich bereits schon einen Medizincheck in München absolviert haben und dessen Egagement in den nächsten Tagen angeblich offiziell gemacht werden soll, fällt auch der Name Edin Dzeko. Manchester City würde den Stürmer, den sie im Januar 2011 geholt hatten, gerne wieder loswerden.

Allerdings würde Dzeko die Münchner sehr teuer kommen. Zwar konnte er trotz einiger wichtiger Tore nicht wirklich überzeugen, um jeden Preis wird ihn City aber nicht abgeben. Sprich nicht für deutlich weniger als die 35 Millionen, die man vor anderthalb Jahren an Wolfsburg bezahlte. Zudem sind in den Poker um Dzeko offenbar auch Juventus Turin und einige andere große Clubs eingestiegen.

Angebot für Höwedes reichte wohl nicht

Erste Absagen sollen sich die Münchner dagegen nicht nur in Dortmund in Sachen Robert Lewandowski eigehandelt haben, sondern auch im Buhlen um Schalkes Benedikt Höwedes. Fünf Millionen Euro plus Rafinha als Zugabe, so berichten diverse Medien, hätten die Bayern für den Innenverteidiger geboten.

"Wir haben keine Anfrage von den Bayern für Benedikt Höwedes. Und wir wollen ihn auch gar nicht verkaufen!", hieß es laut bild.de von Schalke-Boss Clemens Tönnies. Auf die Spekulationen über eine Rückkehr von Rechtsverteidiger Rafinha nach Gelsenkirchen angesprochen antwortete Horst Heldt nur: "Wir sind da gut besetzt."

Eins dürfte sicher sein: Über Höwedes ist das letzte Wort sicherlich noch nicht gesprochen und in den nächsten Tagen und Wochen werden noch viele weitere Namen von potenziellen Neuzugängen durch München getrieben und immer weitere Spekulationen über Robben und Heynckes ins Kraut schießen. Fortsetzung folgt, dem Sommerloch vor und nach der EM sei Dank.