Bundesliga
2. Bundesliga
3. Liga
DFB-Pokal
Champions League
Europa League
International
Frauen Bundesliga
Live-Ticker
Ergebnisse
WM-Stand 2026
Termine 2026
Historie
Live-Ticker
Ergebnisse
Weltrangliste
Live-Ticker
Ergebnisse
Bundesliga
BBL-Pokal
Euroleague
NBA
WM
EM
Live-Ticker
Ergebnisse
MLB
NFL
NHL
NBA
Ergebnisse
DEL
NHL
WM
Live-Ticker
Ergebnisse
Bundesliga
Champions League
DHB-Pokal
Live-Ticker
Ergebnisse
WM 2025
EM 2026
Nordische Kombination
Ski Langlauf
Skispringen
Biathlon
Ski Alpin
Ergebnisse
Liveticker
Kalender
Ergebnisse
StatistikSpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
ErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
Ligue 1Serie APrimera DivisionPremier LeagueErgebnisseLive-Ticker
Datum: 17. September 2013, 10:21 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sid/sportal.de
Diskussion:
Sport Live-Ticker
Fußball: 2. Liga, 30. Spieltag
Live
Fußball: Premier League
13:30
Fußball: 3. Liga, 34. Spieltag
14:00
Fußball: Serie A
15:00
Fußball: Bundesliga, 30. Spielt.
15:30
Fußball: Premier League
16:00
Fußball: 3. Liga, 34. Spieltag
16:30
Fußball: BL Österreich QG
17:00
Fußball: Ligue 1
17:00
Fußball: Serie A
18:00
Fußball: Bundesliga, 30. Spielt.
18:30
Fußball: Premier League
18:30
Fußball: Ligue 1
19:00
Fußball: 2. Liga, 30. Spieltag
20:30
Fußball: Serie A
20:45
Fußball: Premier League
21:00
Fußball: Copa del Rey
21:00
Fußball: Ligue 1
21:05
 
Sport Ergebnisse
Fussball Ergebnisse
Bundesliga, 30. Spieltag
alle Sport-Ergebnisse im Überblick
 
 

HSV: Thorsten Fink bestätigt seine Entlassung, Van der Vaart ist geschockt

Oliver Kreuzer, HSV
Oliver Kreuzer bei der Pressekonferenz zur Entlassung von HSV-Trainer Fink

Der HSV hat das Kapitel Thorsten Fink beendet. Der Klub hat die Entlassung inzwischen bestätigt. Rafael van der Vaart reagierte geschockt und zeigte sich überrascht von dieser Entwicklung. Der HSV sucht bereits mit Hochdruck einen Nachfolger.

Keine Philosophie, kaum Punkte, kein System: Für Trainer Thorsten Fink ist die Zeit beim Hamburger SV nach nur fünf Spieltagen abgelaufen. Am Montagabend trennte sich der selbst ernannte Europacup-Anwärter nach dem kapitalen Fehlstart von seinem Coach, nachdem offenbar auch die Geduld des Vorstands eine Ende gefunden hatte. Dies bestätigte Thorsten Fink am Dienstagmorgen. 

 

Der HSV hat die Trennung von Fink inzwischen offiziell bestätigt. Der 45-Jährige hatte den Hamburger SV vor zwei Jahren übernommen und die Hanseaten in seiner ersten Saison vor dem Abstieg bewahrt. Zuletzt blieben die Ergebnisse beim HSV aber aus. "Die Entscheidung ist allen Beteiligten schwergefallen. Aber die Gründe liegen auf der Hand", sagte HSV-Vorstandschef Carl Jarchow, "es geht um die sportliche Zukunft des HSV."

"Ich hoffe, dass der Verein Erfolg haben wird, er ist mir ans Herz gewachsen. Die Mannschaft hat das Zeug, etwas zu erreichen", meinte Fink und ergänzte: "Wir haben in den vergangenen zwei Jahren einige Dinge erarbeitet, zunächst den Abstieg verhindert. Danach sind wir Siebter geworden. Ich hätte die Mannschaft gerne weiter geführt und bin mir sicher, dass sich der Erfolg auch eingestellt hätte."

Cardoso und Addo Interimstrainer

Ein Nachfolger ist noch nicht bekannt. Zunächst sollen Amateur-Trainer Rodolfo Esteban Cardoso und Jugend-Coach Otto Addo das Team auf das brisante Nordderby gegen Werder Bremen am Samstag vorbereiten.

"Wir suchen nun mit Nachdruck nach einem Nachfolger für Thorsten. Wann wir ihn präsentieren können, kann ich noch nicht sagen. Es kann schnell gehen, es kann aber auch noch ein paar Tage dauern", sagte Sportdirektor Oliver Kreuzer. Als mögliche Kandidaten für die Fink-Nachfolge kursierten die Namen von Ex-HSV-Profi Markus Babbel, des früheren St.-Pauli-Coaches Holger Stanislawski sowie des vor kurzem beim 1. FC Kaiserslautern entlassenen Franco Foda. 

Fink ist stolz, Van der Vaart geschockt

Zuvor hatte sich bereits der entlassene HSV-Coach geäußert und seinen Rauswurf bestätigt. "Ich bin stolz hier gewesen zu sein die zwei Jahre", erklärte Fink gegenüber NDR 90.3. "Ich habe einen tollen Verein trainiert." Nach fünf Spieltagen hat der HSV erst vier Punkte auf dem Konto, zuletzt gab es eine herbe 2:6-Klatsche bei Borussia Dortmund. "Jetzt ist es noch früh genug, dass man die Ziele erreicht - auch noch mit einem anderen Trainer", so Fink.

HSV-Spielmacher Rafael van der Vaart zeigte sich von dieser Entwicklung überrascht. "Ich bin total schockiert. Das hätte ich nie für möglich gehalten. Ich dachte, dass der Coach auch gegen Werder auf der Trainerbank sitzen würde. Davon bin ich felsenfest ausgegangen", erklärte der Niederländer gegenüber Bild. Er habe den Trainer immer "hart arbeitend und hochmotiviert" erlebt.

HSV - Werder: Heißes Nordderby erwartet

Auch den Zeitpunkt empfindet Van der Vaart er als ungünstig. "Oha, vor dem heißen Nordderby gegen Werder. Ich verstehe den Zeitpunkt nicht so ganz", so der 30-Jährige. Am kommenden Samstag empfängt der Hamburger SV die ebenfalls schwächelnden Bremer. Neben der sportlichen Talfahrt sollen auch die vielen Reisen von Fink zu seiner Familie in München der Vereinsführung ein Dorn im Auge gewesen sein. Davon will van der Vaart aber nichts wissen: "Unsere zahlreichen Klatschen in der jüngsten Vergangenheit haben den Trainer den Job gekostet."

Noch am Montagvormittag hatte HSV-Vorstandschef Carl Jarchow auf Zeit gespielt. "Ich habe grundsätzlich immer einen langen Atem. Im Vorstand erwarten wir aber schon, dass gewisse Dinge umgesetzt werden. In Dortmund hat sich das Debakel von Hoffenheim wiederholt - die Defensive ist unser Schwachpunkt, diese Fehler müssen wir umgehend abstellen", sagte Jarchow zum SID.

Eine Klatsche zu viel

Doch 15 Gegentreffer in fünf Spielen waren am Ende wohl zu viel. Das 2:6 am Samstag in Dortmund war nach dem 1:5 im eigenen Stadion gegen 1899 Hoffenheim bereits die zweite Klatsche für den Bundesliga-Dino in der noch jungen Saison. In der momentanen Verfassung droht dem HSV sogar der Abstiegskampf.

"Teams wie Werder Bremen oder Eintracht Braunschweig, die mit Sicherheit unsere Kragenweite sein müssten, haben es uns vorgemacht und in Dortmund weit weniger Gegentreffer bekommen", sagte Jarchow zerknirscht. Aufsteiger Braunschweig kassierte beim Vizemeister zwei, Bremen lediglich einen Treffer.

Nach fünf Spielen fehlt dem Hamburger Spiel eine klare Linie, ein Korsett, an dem sich die Spieler orientieren können. Mit seinen taktischen Varianten schien Fink, der gegen Dortmund bereits mit dem vierten Systemwechsel im fünften Spiel überraschte, seine Profis zu überfordern. Gerade einmal 20 Minuten waren bei der Borussia gespielt, bis Fink von der unorthodoxen Dreier-Kette wieder auf das gewohnte System mit vier Verteidigern umstellte. "Vielleicht war es ein kleines Risiko, mit Dreier-Kette zu spielen", analysierte Sportchef Oliver Kreuzer mit finsterer Miene.

HSV nicht nur sportlich mit Problemen

Die teilweise unterirdischen Bundesliga-Auftritte der Hamburger waren nicht die einzigen Dinge, die in der Hansestadt übel aufstießen. Neben der Spiel- wurde zunehmend auch die Mannschaftsführung des gebürtigen Dortmunders kritisiert. So flog Fink nach einem Gespräch mit Kreuzer am Sonntagvormittag zu seiner Familie nach München, anstatt das Auslaufen der Mannschaft zu betreuen.

"Das ist ziemlich unglücklich zu dem Zeitpunkt, das werden wir nochmal besprechen", sagte Kreuzer am Montag bei Sky Sport News HD. "Ich hätte später fliegen sollen, das kann man schon sagen, zeigte sich Fink durchaus selbstkritisch.

Und dann war da ja noch die Posse um die aussortierten Slobodan Rajkovic und Michael Mancienne, die die Position des Trainers nicht unbedingt gestärkt hat. Der Begnadigung der beiden Innenverteidiger durch Fink folgte am Wochenende das Machtwort von Kreuzer ("Beide machen kein Spiel mehr").

Und so wird Fink schon im Nordderby am kommenden Samstag zwischen dem HSV und Werder Bremen nicht mehr auf der Bank sitzen. "Gegen Werder geht es um alles", hatte Rafael van der Vaart zuletzt gesagt. Für Fink gilt das nach fast zwei Jahren in Hamburg nicht mehr.