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Die Verpflichtung eines weiteren Außenstürmers mit Eljero Elia deutet daraufhin, dass man bei Werder vom System mit zwei Spitzen abrücken wird hin zu zwei Außenstürmern (Elia und Marko Arnautovic) mit Petersen als einziger Spitze und Mehmet Ekici dahinter als Spielmacher, abgesichert wird dieses Offensivquartett von den beiden Sechsern Philipp Bargfrede und Clemens Fritz, auf die einiges an Arbeit zukommen dürfte, wenn man die Defensivqualitäten der Werder-Offensivspieler bedenkt.
Den Part von Tim Wiese im Tor wird der hochtalentierte Sebastian Mielitz übernehmen, der bei Werder künftig die Nummer 1 auf dem Rücken tragen wird. In der Verteidigung hat Schaaf einige Wahlmöglichkeiten. Auf rechts wird Neuzugang Gebre Selassie gesetzt sein. Innen kämpfen Naldo, Sokratis und Lukimya um einen der zwei Plätze und links streiten Hartherz und Lukas Schmitz um die Position in der Startelf.
Haben sich Thomas Schaaf und Klaus Allofs nicht langsam verbraucht?
Seit 1999 führen Thomas Schaaf und Klaus Allofs bei Werder Bremen die Geschicke. Mit durchaus großem Erfolg: 2004 wurde Werder Deutscher Meister, 1999, 2004 und 2009 gewann man den DFB-Pokal, sechsmal qualifizierten sich die Grün-Weißen für die Champions League.
Doch in den letzten beiden Jahren schien den Werder-Machern ihr goldenes Händchen abhanden gekommen zu sein. Allofs konnte nicht mehr an seine legendären Transfers anknüpfen, bei denen er es geschafft hatte, internationale Klassespieler wie Johan Micoud oder Diego für relativ kleines Geld an die Weser zu locken, da sie in ihren vorherigen Vereinen nicht mehr zurechtkamen.
Dafür ist die Liste der Fehleinkäufe lang: Carlos Alberto, Wesley und zuletzt - zumindest bisher - Marko Arnautovic konnten bei weitem nicht das bringen, was von ihnen erwartet worden war. Einzig Sokratis erwies sich letzte Saison als Top-Einkauf und der Grieche sollte auch kommende Spielzeit an seine glänzenden Leistungen anknüpfen können.
Mit Eljero Elia ist Allofs nun also erneut ein Wagnis eingegangen, einen schwierigen hochveranlagten Spieler nach Bremen zu holen in der Hoffnung, dass der in der Wohlfühlstube Weserstadion wieder an frühere Leistungen anknüpfen kann.
Mit dem Beginn der Saison 2012/13 betätigte man bei Werder Bremen den Löschknopf, setzte die Spielfiguren zurück auf das Startfeld und bereitete alles für einen Neuanfang vor. Diese Saison bereitet Schaaf und Allofs die Chance zu zeigen, dass sie noch lange nicht verbraucht sind, sondern immer noch das Zeug haben, Werder Bremen wieder als Bundesliga-Spitzenclub zu etablieren. Allerdings sollte der Neustart nicht gelingen, werden die Stimmen in Bremen, die frisches Blut in der Führungsebene fordern, lauter werden.





