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Datum: 12. Mai 2013, 17:20 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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Eishockey-WM: Deutschland gegen USA chancenlos

Eishockey,USA,Deutschland
David Moss nimmt es mit der deutschen Hintermannschaft auf

Nach den zwei Shutouts gegen Österreich und Lettland wollte die DEB-Auswahl auch gegen die USA glänzen. Der Gegner war aber eine Nummer zu groß und der WM-Coup von 2010 konnte beim 0:3 nicht wiederholt werden. Das Viertelfinale ist aber noch machbar.

Nur 17 Stunden nach dem 2:0 Erfolg gegen Lettland fanden die Deutschen, bei denen Dennis Endras Rob Zepp im Tor ersetzte, zu Beginn überhaupt nicht ins Spiel. Nach einer frühen Strafe für Felix Schütz gingen die USA bereits nach zweieinhalb Minuten durch Bobby Butler in Führung, der nach einem erfolgreichen Save von Endras abstauben konnte. Nur zwei Minuten später erhöhte Paul Stastny auf 2:0 für die bis dahin völlig überlegenen Amerikaner.

Deutschland kam erst durch ein eigenes Überzahlspiel besser in die Partie und gestaltete die Begegnung in der Folge ausgeglichener, konnte aber auch in einem zweiten Powerplay den Anschlusstreffer nicht erzielen. Im zweiten Drittel erarbeiteten sich die Deutschen noch mehr Spielanteile, während die USA aus einer kompakten Defensive heraus auf schnelle Konter lauerten. Vor allem in Überzahl hatte Deutschland immer wieder gute Möglichkeiten zum Anschluss, Philip Gogulla und Michael Wolf brachten die Scheibe allerdings nicht ins Tor.

USA machen den Sack erst spät zu

Auf der anderen Seite hätte Aaron Palushaj per Penalty nach der Hälfte des Spiels für die Vorentscheidung sorgen können, er setzte den Puck gegen den bereits geschlagenen Endras jedoch über die Latte. So blieb das Spiel bis ins Schlussdrittel spannend, in dem die Deutschen zunehmend konditionelle Probleme bekamen. Einen Zuordnungsfehler in der Abwehr nutzte Stephen Gionta schließlich für den dritten Treffer der Amerikaner, der die Partie endgültig entschied.

Die USA ziehen durch den Sieg an Finnland vorbei und stehen als Tabellenführer der Gruppe H bereits als Viertelfinalist fest. Auch für Deutschland ist der Viertelfinaleinzug trotz der Niederlage weiter möglich. Dafür muss am Dienstag gegen Frankreich allerdings ein Sieg her.

Russland leistet Schützenhilfe

Russland hat der deutschen Nationalmannschaft beim Kampf um den Einzug ins Viertelfinale der Eishockey-Weltmeisterschaft unter die Arme gegriffen. Der 26-malige Weltmeister besiegte die Slowakei mit 3:1. Damit ist Deutschland weiter punktgleich mit den Slowaken. Russland hat sein Viertelfinalticket durch den Sieg bereits gelöst.

Im ersten Drittel waren die Russen zu Beginn die bessere Mannschaft, verpassten es allerdings in Führung zu gehen. Die Tore fielen erst im zweiten Spielabschnitt. Nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Ivan Svarny brachte Alexander Radulov (26. Minute) die Russen in Überzahl in Führung.

Ilya Kovalchuk (32.) besorgte kurze Zeit später das 2:0. Ein Schuss von Alexander Radulov wurde zunächst abgeblockt, den Nachschuss versenkte Kovalchuk dann jedoch im Netz. Die Slowakei kam wenige Sekunden vor Ende des Drittels allerdings in die Partie zurück. Die Russen verloren in Überzahl die Scheibe und Branko Radivojevic fuhr völlig alleine auf Torwart Ilya Bryzgalov zu und erzielte das 1:2 (40.).

Im letzten Drittel sorgte Denis Denisov (45.) dann aber schnell für die Vorentscheidung. Torwart Jaroslav Janus fälschte eine Hereingabe des Russen unglücklich ins eigene Tor ab und sorgte so für das 1:3 aus Sicht der Slowaken. Das war dann auch der Endstand.

Trotz der Niederlage liegt die Slowakei (7 Punkte) weiterhin auf Platz vier, Deutschland (7) lauert allerdings direkt dahinter. Das Team von Trainer Pat Cortina würde in die Runde der letzten Acht einziehen, wenn Deutschland im letzten Spiel gegen Frankreich mehr Punkte holt als die Slowakei gegen die USA.

Martin Grabmann/ Ruben Zimmermann