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Datum: 05. Dezember 2012, 12:23 Uhr
Format: Artikel
Quelle: sportal.de
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Borussia Dortmund, Schalke und Bayern München drohen schwere Achtelfinallose in Champions League

Real Madrid Los
Dortmund wird es nicht treffen. Erwischten Schalke oder Bayern das Los Real Madrid?

Borussia Dortmund und Schalke 04 sind es, Bayern München kann es durch einen Sieg über BATE Borisov werden - Gruppensieger. Doch wie groß ist dieser Vorteil, wenn man bedenkt, dass man im Achtelfinale der Champions League trotzdem auf einige Hochkaräter treffen könnte?

"Das ist jetzt ein bisschen wie in der Lotterie", erklärte Schalkes Lewis Holtby laut uefa.com, als er nach dem 1:1 in Montpellier auf mögliche Gegner für die Auslosung des Achtelfinals am 20. Dezember angesprochen wurde. Auf einen Wunschgegner wollte er sich nicht festnageln lassen. "Das ist die Champions League, wenn du weiter kommen willst, musst du jeden schlagen", schob er nach. Auf jeden Fall habe der ungeschlagene Gruppensieg viel Selbstvertrauen gebracht.

Und das könnten die Schalker, aber auch die noch imposanter durch die Gruppenphase marschierten Dortmunder und auch der FC Bayern München, für die K.o.-Runde dringend gebrauchen. "Damit gehen wir den anderen Gruppensiegern aus dem Weg", meinte Dortmunds Julian Schieber, nach dem Sieg gegen Man City.

Gut, Manchester United und dem FC Barcelona gehen die deutschen Clubs dadurch tatsächlich aus dem Weg. Auch gegeneinander werden sie nicht antreten müssen und auch die Vorrundengegner drohen nicht erneut. Doch macht das die Aufgabe leichter? Zwar bekommen die Gruppensieger einen Gruppenzweiten zugelost und dürfen zunächst auswärts antreten.

Große Namen warten im Achtelfinale

Mit potentiellen Gegnern wie AC Milan, FC Arsenal, Real Madrid drohen allerdings zumindest dem Namen nach trotzdem Hammerlose. Zu denen wird mit Juventus oder Donezk bzw. eventuell Titelverteidiger Chelsea, wobei die Chancen für die Blues eher gering sind, noch ein weiterer großer Name in den Lostopf der Zweitplatzierten rutschen. "Wenn man das sieht, dann ist das auch nicht ohne", meinte auch Jupp Heynckes laut abendblatt.de.

Zumindest auf dem Papier sportlich leichtere Gegner für die deutschen Teilnehmer wären daher eher der FC Porto, Valencia (wenn die Bayern tatsächlich Gruppensieger werden), Galatasaray/CFR Cluj oder Benfica/Celtic. Das Ziel zu erreichen, das Christoph Metzelder mit "noch ein, zwei Runden wären schön" umriss, erscheint gegen einen dieser Clubs daher auf den ersten Blick deutlich realistischer. Allerdings nur auf den ersten Blick.

Porto leicht? Nicht zwingend leichter als Milan

Denn Angst haben müssen die Deutschen auch vor den vermeintlich größeren Namen nicht. In Hin- und Rückspiel hat Borussia Dortmund eindrucksvoll unter Beweis gestellt, mit welchen Mitteln man gegen das Starensemble von Real Madrid bestehen kann. Arsenal bewies in Schalkes Gruppe mit drei Siegen bei einem Remis und zwei Niederlagen und einer Tordifferenz von 10:8, dass man nicht unbedingt als Übermannschaft gelten kann.

Milan offenbarte bei einer ausgeglichenen Bilanz von jeweils zwei Siegen, Remis und Niederlagen einige Luft nach oben. Vor allem die relative Ungefährlichkeit im Abschluss, wenn Stephan El Shaarawy mal nicht trifft, wurde bei der 0:1-Niederlage gegen Zenit trotz überlegener Spielweise überdeutlich.

Als deutlich gefährlicher muss man daher den FC Porto einstufen, der in seiner Vorrundengruppe bei vier Siegen und einem Remis nur eine Niederlage hinnehmen musste. Und die - am letzten Spieltag gegen PSG - wäre durchaus vermeidbar gewesen, wenn Keeper Helton der Schuss aus spitzem Winkel von Ezequiel Lavezzi nicht unglücklich durch die Hände geglitten wäre. Und dass Galatasaray gerade vor heimischem Publikum für Überraschungen gut sein kann, bewiesen die Türken bei ihrem 1:0-Sieg über Manchester United. Celtic, das allerdings noch nicht qualifiziert ist, düpierte sogar den großen FC Barcelona.

Achtelfinale in jedem Fall schwer

Von daher ist eigentlich fast egal, welchen Gegner man zugelost bekommt. "Es wird im Achtelfinale so oder so schwierig werden", brachte es Heynckes auf den Punkt. Sein persönlicher Lieblingsgegner "Schneeweiß Bethlehem" stehe schließlich nicht zur Auswahl. Träumen darf man allerdings trotzdem. Christoph Metzelder tut es für das Achtel- oder noch besser für ein mögliches Viertelfinale von einem Duell gegen seinen Ex-Club Real Madrid.

"Es wäre eine große Freude, nochmal nach Bernabéu zurückzukehren", meinte er. Und was da möglich ist, hatte ja schon der große Rivale aus Dortmund, der lediglich aus Topf vier in die Todesgruppe kam und sie dann dominierte, bewiesen. "Was meine Mannschaft gemacht hat, ist verrückt", meinte Jürgen Klopp laut bvb.de. Verrückt, aber nicht zwingend unmöglich.