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Hannover will gar nicht verkaufen, ist nach Informationen der Bild-Zeitung aber ab einer gewissen Summe dazu gezwungen. In Ya Konans Vertrag soll eine Klausel stehen, dass er für acht Millionen Euro den Verein verlassen darf. Ya Konan könnte in Salzburg, zumindest für eine kurze Zeit, Champions League spielen, ansonsten bietet die österreichische Liga im Vergleich zur Bundesliga aber wenig. Ya Konan hat sich noch nicht geäußert.
Im Kader der Niedersachsen stehen mit Jan Schlaudraff, Mame Diouf, Artur Sobiech und Mohammed Abdellaoue noch vier weitere Angreifer, die 96er könnten ob des Angebots für Ya Konan also ruhig bleiben. Aber Diouf fällt wegen eines Abrisses des Außenbandes sowie eines Teilabrisses der Syndesmose noch auf unbestimmte Zeit aus, Abdellaoue kämpfte zuletzt ebenfalls mit Knieschmerzen und Sobiech wartet noch auf seinen Durchbruch.
Verlässt Ya Konan den Club, obwohl Insider in Österreich nicht davon ausgehen, dass die finanziell zwar potenten, aber nicht für Unsummen bekannten Salzburger einen solchen Betrag auf den den Tisch legen wollen, sind die Hannoveraner zum Handeln gezwungen.
3) Kann Schmadtke Slomka vom Bleiben überzeugen?
Und damit wären wir auch schon beim dritten Problem, das aufgrund der Menschlichkeit dieser Entscheidung zunächst gelobt werden muss. Sport-Vorstand Jörg Schmadtke nimmt gerade eine elfwöchige Auszeit, er fehlt somit in der kompletten Vorbereitung, während des Saisonstarts in Europa League und Bundesliga sowie in der heißen Phase der Transferphase.
Schmadtke hatte gegen Ende der vergangenen Saison aus privaten Gründen um die Auflösung seines Vertrags gebeten. Die Zeichen standen deutlich auf Trennung, aber Präsident Kind gewährte Schmadtke die ungewöhnlich lange Auszeit, um die privaten Angelegenheiten regeln und einen gemeinsamen Umzug der Familie nach Hannover organisieren zu können.
Schmadtke hatte bis zum Trainingsstart auf dem Transfermarkt tatsächlich die meisten Dinge geregelt, seine Vertreter Nadine Große und Dominic Prinz wurden auf vieles vorbereitet. Auf einen Verkauf von Ya Konan aber eher nicht, deshalb könnte Hannovers Notfall-Klausel in Kraft treten. "Ich bin ja nicht aus der Welt", hatte der Manager betont. "Es gibt Telefone. Wenn etwas wichtiges ist, dann bin ich auch erreichbar."
Wenn Schmadtke am 10. September seinen Job wieder aufnehmen wird, steht eine dringende Personalie an. Der Vertrag von Slomka läuft am Ende der Saison aus und eigentlich hatten sich Kind, Slomka und Schmadtke auf Gespräche in diesem Sommer geeinigt. Diese blieben aber aus - sicher auch, weil sich Schmadtke um die Neuzugänge kümmern wollte - und Slomka reagierte angesäuert. "Offensichtlich reicht meine Leistung nicht, um meinen Vertrag zu verlängern", sagte Slomka und ergänzte: "Der Eindruck ist falsch, dass ich die Gespräche blockieren würde. Ich habe nicht gepokert."
Das Verhältnis Slomka/Schmadtke gilt ohnehin als belastet, immer wieder kam es zu Kompetenz-Gerangel. Aber Kind hatte auch in dieser Frage bewiesen, welch umsichtiger Chef er sein kann. Trotzdem drohen Hannover unruhige Wochen und Monate.





