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Von: Malte Asmus
Datum: 19. Juni 2012, 23:05 Uhr
Format: Artikel
Diskussion:
 

2. (3.) Novak Djokovic (SRB, 24 Jahre, Weltrangliste: 1) / gewertete Turniere: French Open (Finale/1200), Rom (Finale/600), Madrid (1/4-Finale/180) / Power Ranking-Punkte: 1788

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2. (3.) Novak Djokovic (SRB, 24 Jahre, Weltrangliste: 1) / gewertete Turniere: French Open (Finale/1200), Rom (Finale/600), Madrid (1/4-Finale/180) / Power Ranking-Punkte: 1788

Für Novak Djokovic könnte Wimbledon in diesem Jahr zu einem Scheideweg werden. Schließlich hat er als Titelverteidiger viele Punkte zu verteidigen. Ein früheres Aus als im Finale könnte ihn daher im schlechtesten Fall sogar die Führung in der Weltrangliste kosten. Nach der jüngsten Niederlagenserie gegen Nadal dürfte das den Druck auf den Serben noch einmal gewaltig erhöhen. Mit Druck weiß Djokovic allerdings umzugehen. Doch die letzten Niederlagen gegen Nadal fanden allesamt auf Sand statt. Auf den schnelleren Belägen kann der Serbe seine überragenden Fähigkeiten noch besser ausspielen. Gerade die Pause, die er nach den French Open eingelegt hatte, wird er genutzt haben, um den Kopf frei zu bekommen, sich auf Wimbledon zu fokussieren, um für die zu erwartenden Battles mit Nadal und Co. gerüstet zu sein.

1. (1.) Rafael Nadal (ESP, 25 Jahre, Weltrangliste: 2) / gewertete Turniere: Halle (1/4-Finale/45), French Open (Sieger/2000), Rom (Sieger/1000) / Power Ranking-Punkte: 2245

Und damit kommen wir zum unangefochtenen Spitzenreiter Nadal und zur Beantwortung unserer Eingangsfrage. Natürlich steht der Spanier zu Recht an der Spitze dieses Power Rankings. Schließlich hatte er die letzten Wochen auf Sand beinahe nach Belieben dominiert, Rivale Djokovic gleich mehrfach deutlich die Grenzen aufzeigen können. Zur Viertelfinal-Niederlage in Halle sei gesagt: Der Sieg von Kohlschreiber war natürlich verdient. Endlich hatte der Deutsche einmal nicht nur nach eigener Wahrnehmung "gut" gespielt, sondern auch objektiv. Allerdings zeigte Nadal auch nicht sein bestes Rasentennis.

Wie auch? Die Umstellung von Sand auf Gras war zu kurz. Nach Halle war der Spanier nur gekommen, um sich für Wimbledon an den neuen Belag zu gewöhnen - quasi um Gras zu schnuppern, ohne richtig zu inhalieren. In London werden wir sicherlich wieder einen viel besseren Nadal erleben. Auch wenn er angesichts seiner in dieser Saison vergleichsweise mageren Resultate – sobald er nicht auf Sand antritt – für viele vielleicht nicht der alleinige Topfavorit für Wimbledon ist. Sieganwärter ist er dank seiner mentalen und physischen Fahigkeiten allemal.

Malte Asmus

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