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WM-Qualifikation, 3. Spieltag: Schlager in Amsterdam

Zu den Kommentaren   |   Quelle: sportal.de
08. Oktober 2016, 17:12 Uhr
Robbery
Robben und Ribery werden dieses Mal nicht aufeinander treffen

Am 3. Spieltag der WM-Qualifikation gastiert Frankreich zum Schlagspiel in den Niederlanden. Derweil will Schweden das direkte Duell von Les Bleues und den Niederlanden nutzen und mit einem Sieg über Bulgarien an beiden vorbeiziehen. Auf Portugal und Belgien warten (vermeintliche) Pflichtaufgaben.

Gruppe A

Niederlande - Frankreich (Mo., 20.45 Uhr live auf DAZN)

Erleichterung machte sich breit nach dem 4:1 von Oranje gegen Weißrussland. Durch den Sieg sprang man an die Tabellenspitze und steht nun im Schlager gegen Frankreich nicht schon wieder so unter Druck wie bei der letzten verpassten Qualifikation für die EM 2016.

Trainer Danny Blind war zwar durchaus zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf, sah aber dennoch Luft nach oben: "Teilweise haben wir zu leichtsinnig gespielt. Gegen ein starkes Team wie Frankreich können wir uns das nicht leisten." In den Fokus gespielt hat sich vor allem Quincy Promes von Spartak Moskau, der seine ersten beiden Länderspieltore erzielte und zuvor von der holländischen Presse äußerst kritisch beäugt wurde.

Ebenfalls einen Doppelpack schnürte Kevin Gameiro gegen Bulgarien für Frankreich, der bei der Heim-EM noch nicht mit an Bord war. Lob gab es deswegen von Bundestrainer Didier Deschamps: "Seine Laufwege sind sehr interessant. Er hat für das Team gespielt und sein Zusammenspiel mit Griezmann aber sehr gut."

In Amsterdam soll nun der Grundstein für eine erfolgreiche Qualifikation gelegt werden. Bei einem Freundschaftsspiel im März siegte die Equipe Tricolore in der Arena mit 3:2. Der letzte Sieg in einem Pflichtspiel nach 90 Minuten liegt allerdings bereits 35 Jahre zurück. Damals siegte Les Blues im Parc des Princes mit 2:0.

Schweden - Bulgarien (Mo., 20.45 Uhr live auf DAZN)

Mit einem blauen Auge sind die Schweden aus Luxemburg zurückgekehrt. Trotz überwältigender Überlegenheit sprang am Ende nur ein mageres 1:0 heraus. Positiv ist aber, dass die Skandinavier weiterhin ohne Gegentreffer bleiben. Mit Bulgarien kommt nun so etwas wie der Lieblingsgegner in die Friends Arena zu Solna. Die letzten fünf Duelle konnten alle zu Null gewonnen werden.

Keine guten Voraussetzungen also für die Bulgaren, die nach einer frühen Führung im Stade de France noch unter die Räder gerieten. Das Team von Petar Hubchev wartet seit 2004 auf eine Teilnahme an einem großen Turnier. Bislang ist mit drei Punkten noch alles möglich, doch auch der Sieg gegen Luxemburg war alles andere als überzeugend (4:3).

Weißrussland - Luxemburg (Mo., 20.45 Uhr live auf DAZN)

Gruppe B

Andorra - Schweiz (Mo., 20.45 Uhr live auf DAZN) 

Lettland - Ungarn (Mo., 20.45 Uhr live auf DAZN)

Färöer - Portugal (Mo., 20.45 Uhr live auf DAZN) 

Zwei Spiele, kein Gegentor, Platz zwei in der Tabelle der Gruppe B. Ja, die Rede ist hier von den Färöer Inseln, die zuletzt in Riga das lettische Team beim 2:0-Sieg nach allen Regeln der Kunst übertölpelte.

Diese Fakten kennt auch Portugals Trainer Fernando Santos, der deswegen vor der Reise auf die Schafsinseln warnt: "Wir müssen voll konzentriert sein. Sie haben immerhin schon vier Punkte geholt." Ein Spaziergang wie beim Schützenfest gegen Andorra erwartet den Europameister wohl nicht.

Zumindest können die Portugiesen wieder auf Cristiano Ronaldo bauen. Der Superstar gab in Aveiro sein Comeback bei der Nationalmannschaft und stellte gleich mal einen Rekord für den schnellsten Doppelpack, der je in einer WM-Qualifikation erzielt wurde. Der war auch nötig, denn die Niederlage in der Schweiz hat den Europameister ein wenig unter Druck gesetzt. Dennoch: In Torshavn ist ein Sieg Pflicht.

Gruppe H

Bosnien-Herzegowina - Zypern (Mo., 20.45 Uhr live auf DAZN)

Estland - Griechenland (Mo., 20.45 Uhr live auf DAZN)

Gibraltar - Belgien (Mo., 20.45 Uhr live auf DAZN) 

Von der Spitze der Gruppe H grüßt derweil Belgien. Die Roten Teufel unter dem neuen Trainer Roberto Martinez lösten ihre Aufgaben gegen Zypern und Bosnien-Herzegovina souverän. Beim 4:0-Erfolg gegen die Bosnier harmonierte die Angriffsreihe um Lukaku, Hazard und Mertens prächtig und bei besserer Chancenverwertung hätte der Sieg auch deutlich höher ausfallen können.

Am Fuße des Affenfelsen wartet nun eine vermeintlich leichte Aufgabe auf den EM-Viertelfinalisten. Sowohl gegen Estland als auch gegen Griechenland war das Nationalteam Gibraltars ohne jede Chance. Deshalb ist es gut möglich, dass einige der belgischen Stars wohl zunächst auf der Bank Platz nehmen werden.