Silke Spiegelburg verletzte sich bei der Hallen-WM in Sopot
Silke Spiegelburg weinte vor Wut und Schmerzen: Auch bei der Hallen-WM in Sopot hat es für die tragische Gestalt des Stabhochsprungs nicht mit der ersehnten Medaille geklappt.
Nur Platz sieben wurde es für die "ewige Vierte", die sich zudem am Fuß verletzte. Spiegelburgs erneutes Drama war der Wermutstropfen für ein starkes deutsches Team, das mit dreimal Silber durch David Storl, Christina Schwanitz und Malte Mohr an der Ostsee zu gefallen wusste.
"Ich kann deutlich mehr. Die Form war da, aber die letzten Wochen waren auch nicht einfach", sagte Spiegelburg, nachdem sie unter großen Schmerzen aus dem Innenraum der Arena gehumpelt war: "Aber lieber im Winter vergeigen als im Sommer."
Verletzung beim dritten Fehlversuch
Nach übersprungenen 4,65 m war sie bei ihrem dritten Fehlversuch über 4,70 m mit dem rechten Fuß falsch aufgekommen. "Das Sprunggelenk schmerzt. Ich hoffe, dass es nicht allzu schlimm ist", sagte Spiegelburg. Besonders bitter: Eben jene 4,70, gemeistert im ersten Versuch, reichten der Kubanerin Yarisley Silva zum WM-Titel - Spiegelburg war Anfang Februar bereits 4,72 gesprungen. Die "ewige Vierte" wollte in Sopot erstmals bei weltweiten Titelkämpfen den Sprung auf das Podium schaffen. Bei den Olympischen Spielen 2012 hatte die deutsche Rekordhalterin ebenso den undankbaren vierten Platz belegt wie bei den Weltmeisterschaften 2009 und 2013 sowie der Hallen-WM 2012.

