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Heinrich Popow 'holt' erste Medaille für Kuba

Zu den Kommentaren   |   Quelle: sid
14. September 2016, 13:17 Uhr
Paralympics
Heinrich Popow "holte" die erste Medaille für Kuba

Heinrich Popow ist als Spaßvogel und kritischer Geist im deutschen Paralympics-Team bekannt. Doch er hat noch eine ganz andere Seite.

Die erste Medaille hat Heinrich Popow schon vor seinem ersten Start gewonnen. Aber nicht etwa als Athlet bei den Paralympics, sondern als "Entdecker, Coach der ersten Schritte und technischer Ratgeber".

Seit einigen Jahren reist der 100-m-Sieger von 2012 nämlich durch die Welt, um für die Runnings Clinics Amputierte zum Sport zu bringen. Die ersten fünf "seiner" Athleten sind in Rio de Janeiro am Start. Und die kubanische Weitspringerin Malu Perez Iser holte beim Sieg von Vanessa Low im Weitsprung mit Bronze sogar die erste Medaille für ihr Land in dieser Disziplin.

Havanna stand Kopf

"Danach hat ganz Havanna kopfgestanden", berichtet Popow dem SID, und seine Augen leuchten: "Malu bekommt einen Riesen-Staatsempfang. Ich wurde gefragt, ob ich mitkomme und direkt Sonntag von Rio nach Kuba fliege. Aber bevor ich das entscheide, will ich erst einmal selbst abliefern. Wenn ich erfolgreich bin, fliege ich wohl mit." Der 33-Jährige startet am Donnerstag über 100 m und am Samstag im Weitsprung jeweils als Gold-Kandidat.

Für die vom Prothesen-Hersteller "Otto Bock" um NADA-Aufsichtsrats-Chef Hans-Georg Näder organisierte Running Clinics war der oberschenkelamputierte Popow schon in Kuba, Indien, China, Russland, Japan oder Brasilien als Entwicklungshelfer in Sachen Prothesen-Sport unterwegs. Seine Aufgaben: Den Sportlern mit seiner Erfahrung die Angst nehmen, den Trainern Tipps geben und als Orthopädie-Techniker auch die Prothesen einstellen.

Perez Iser entdeckte er durch Zufall. Sie war 2014 eigentlich als Sachbearbeiterin des kubanischen Verbandes eingeteilt, um Popow bei der Auswahl der zu betreuenden Athleten zu helfen. Popow überredete sie, selbst zu starten.

Dass ausgerechnet sie nun den ersten Erfolg einfuhr, ist für den Leverkusener kein Zufall. "Der kubanische Verband hat sofort ein Stadion und einen nichtbehinderten Trainer zu Verfügung gestellt. Und der hat mir eine Woche Löcher in den Bauch gefragt, hat mich richtig ausgesaugt", erzählt er: "Das ist das, was ich bei uns in Deutschland vermisse: Sich mit anderen auszutauschen, um neue Dinge zu lernen. Außer in Leverkusen ist die Nachwuchsförderung bei uns purer Zufall."

Und die beiden neben ihm wohl größten deutschen Paralympics-Stars brachte eben auch Popow zur Leichtathletik. "Markus Rehm habe ich auf einer Messe bei einer Wakeboard-Show gesehen. Er ging mit der Prothese um, als sei sie sein eigenes Körperteil. Ich habe ihn gefragt, ob er Lust auf Leichtathletik hat. Noch am selben Abend haben wir ihm meine alten Prothesen drangeschraubt und sind gelaufen", berichtet er. David Behre habe er auf einer Bikerparty kennengelernt. "Er war total geil drauf, sich weh zu tun", sagte Popow: "David ist ja total der Kamikaze-Typ, der auch mit blutigen Stümpfen läuft. Ehemaliger Motocrossler, die sind ein bisschen bescheuert. Er sagte: 'Ich würde mich gerne wieder verausgaben. Und ich habe ihm empfohlen, nach Leverkusen zu kommen.'"

Behre und Rehm haben in Rio schon Gold mit der Staffel gewonnen. Nun will Popow, der dort aufgrund seiner Behinderung nur Ersatzläufer war, zuschlagen. "Die 100 liefen lange nicht so gut", sagt er: "Inzwischen habe ich sogar Wettkampfpraxis und bin fit. Das Einzige, was mir noch im Weg stehen kann, ist meine Birne."