Bundesliga
2. Bundesliga
3. Liga
DFB-Pokal
Champions League
Europa League
International
Frauen Bundesliga
Live-Ticker
Ergebnisse
WM-Stand 2025
Termine 2025
Historie
Live-Ticker
Ergebnisse
Weltrangliste
Live-Ticker
Ergebnisse
Bundesliga
BBL-Pokal
Euroleague
NBA
WM
EM
Live-Ticker
Ergebnisse
MLB
NFL
NHL
NBA
Ergebnisse
DEL
NHL
WM
Live-Ticker
Ergebnisse
Bundesliga
Champions League
DHB-Pokal
Live-Ticker
Ergebnisse
WM 2025
EM 2026
Nordische Kombination
Ski Langlauf
Skispringen
Biathlon
Ski Alpin
Ergebnisse
Liveticker
Kalender
Ergebnisse
StatistikSpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
ErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
SpielplanTabelleErgebnisseLive-Ticker
Ligue 1Serie APrimera DivisionPremier LeagueErgebnisseLive-Ticker
Von: Marcus Krämer
Datum: 08. Oktober 2012, 12:23 Uhr
Format: Artikel
Diskussion:
Sport Live-Ticker
Ski Alpin: Flachau
17:45
Fußball: Bundesliga, 17. Spielt.
18:30
kommende Live-Ticker:
14
Jan
Biathlon: Ruhpolding
14:30
Fußball: Bundesliga, 17. Spielt.
18:30
Fußball: Serie A
18:30
Fußball: Bundesliga, 17. Spielt.
20:30
Fußball: Serie A
20:45
 
Sport Ergebnisse
Fussball Ergebnisse
Bundesliga, 17. Spieltag
alle Sport-Ergebnisse im Überblick
 
 

Die Lage beim HSV: Bringt van der Vaart sein Team in die Europa League?

Rafael van der Vaart, Hamburger SV
Rafael und Silvie van der Vaart bei Wetten, dass...?

...der Höhenflug des HSV nicht von Dauer ist? Vor zwei Wochen noch klarer Abstiegskandidat, muss sich Trainer Thorsten Fink nach zehn Punkten aus vier Spielen plötzlich gegen europäische Ambitionen wehren. sportal.de bewertet die Lage beim HSV und gibt Fink Recht.

Fast noch wichtiger als die sportliche Bilanz ist die öffentliche Wahrnehmung des Dinos aus der Hansestadt. In den letzten Monaten und Jahren bestimmten Negativschlagzeilen das Bild des Hamburger SV. Sportlich auf dem absteigenden Ast, im Aufsichtsrat öffentlich zerstritten, finanzielle Schwierigkeiten, sinkende Identifikation bei den Fans, viele Trainerentlassungen - die Hamburger taten viel für ein negatives Image.

Nach zwei ereignisreichen Wochen mit Siegen gegen Borussia Dortmund, Hannover 96 und Greuther Fürth sowie einem Remis gegen Borussia Mönchengladbach wirkt das Bild des HSV wie nach einer Zeitreise in vergessene Tage. Es fehlt nur ein Punkt zu den Europa League-Plätzen, Rafael van der Vaart sitzt mit seiner Frau Silvie bei Wetten dass…? auf der Couch und direkt im Anschluss äußert sich Torwart René Adler im Aktuellen Sportstudio zur Entwicklung beim HSV. Man könnte fast meinen, der Stolz sei zurück bei der Anhängerschaft.

Für Trainer Fink sind, selbst verstohlene, Blick in obere Gefilde der Tabelle tabu. "Wir müssen im spielerischen Bereich besser werden", sagte Fink nach dem 1:0-Erfolg in Fürth. "Wir haben noch nicht die Sicherheit, daran werden wir arbeiten. Daran sieht man, dass wir nicht zu den Top 6 gehören - die machen das nämlich besser." Dabei hat Fink mittlerweile eine Achse zur Verfügung, die gehobenen Bundesliga-Ansprüchen genügt:

Das läuft gut beim Hamburger SV

Kritisch beäugt wurde, auch von unserer Seite, der Transfer von René Adler, immerhin hatte der HSV auch in der vergangenen Saison mit Jaroslav Drobny einen hervorragenden Torwart in seinen Reihen, der großen Anteil am Klassenerhalt hatte. Aber Sportchef Frank Arnesen und Fink wollten die Qualität erhöhen, was mit Adler eindrucksvoll gelungen ist. Der ehemalige Nationalkeeper ist bisher der beste Torwart der Saison, gegen Bremen, Hannover und Dortmund (jeweils sportal.de-Note 1) zeigte Adler überragende Leistungen und rettete seinem Club so bereits sechs Punkte.

Über die sportliche Qualität eines Rafael van der Vaart wurde dagegen nicht gestritten, der Niederländer hebt das Niveau des darbenden Hamburger Mittelfelds erheblich an. In seinen fünf Spielen war van der Vaart bereits an fünf Toren beteiligt. Und das Beste ist, der Neuzugang hat trotzdem noch Luft nach oben, bisher stimmen die Abläufe noch nicht, van der Vaart ist nicht durchgehend Dreh- und Angelpunkt in der Hamburger Offensive.

Der wichtigste Transfer war aber weder der umstrittene Adler noch der teure van der Vaart: Entscheidend für die Hamburger Entwicklung ist Milan Badelj. Der Kroate ist ein laufstarker Stratege, der klug in die Zweikämpfe geht, viele Angriffe einleitet und das HSV-Zentrum wieder sicherer macht. "Ich liebe das schnelle, dynamische Spiel und habe mit Rafael van der Vaart einen sensationellen Partner", sagte Badelj im Hamburger Abendblatt zu seinem Start in der Bundesliga.

Ebenfalls wichtig: Kapitän Heiko Westermann muss wegen Badelj nicht mehr im defensiven Mittelfeld aushelfen, in der Innenverteidigung wirkt Westermann wieder wesentlich stabiler. Zusammen mit dem vierfachen Torschützen Heung-Min Son haben die Hamburger mit Adler, Westermann, Badelj und van der Vaart eine Achse, die durchaus den Sprung unter die ersten Sechs schaffen kann.

Das läuft schlecht beim Hamburger SV

Die Entwicklung stimmt also, trotzdem sollten die zehn Punkte nicht zu viel Elbsand in die Augen streuen. Denn van der Vaart und Co. haben noch eine Sache mitgebracht: Das Glück. Hätte Adler gegen 96 und den BVB nicht so viele Chancen zunichte gemacht, oder wären die beiden Teams konsequenter mit ihren Gelegenheiten umgegangen, so stünde der HSV mit vier Punkten weiterhin am Tabellenende.

Bei aller Euphorie haben diese Spiele gezeigt, dass der HSV sein Spiel noch nicht über 90 Minuten durchziehen kann. Hannover schoss als Auswärtsteam 15 Mal auf das Tor von Adler, die Dortmunder durften den Kasten sogar 26 Mal anvisieren. Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten, Torinstinkt, all das stimmt wieder beim HSV, spielerisch und an der defensiven Ordnung muss noch viel gearbeitet werden.

Gerade die Außenbahnen mit den Paaren Dennis Diekmeier/Son sowie Marcell Jansen mit Ivo Ilicevic oder Petr Jiracek lassen sich zu schnell überlaufen, hier muss Fink in den nächsten Wochen die taktischen Hebel ansetzen. Denn der Trainer will aus einer kompakten Defensive heraus schnell nach vorne spielen. Diese Marschroute setzte sein Team in den letzten vier Spielen um, ließ den Gegnern dafür aber zu viele Räume. Selbst in Fürth hätte der HSV dafür bestraft werden können, doch der Aufsteiger wusste mit seinen Freiheiten einfach nichts anzufangen.

Ein weiteres Problem ist die fehlende Tiefe im Sturm. Artjoms Rudnevs bewies zuletzt zwar einen Aufwärtstrend, sein Vertreter Marcus Berg konnte seine Bundesliga-Tauglichkeit aber immer noch nicht unter Beweis stellen.

Über Financial Fairplay wollen wir an dieser Stelle gar nicht sprechen, auch wenn Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen nicht zu Unrecht den Wettbewerbsnachteil anderer Mittelfeld-Teams in der Bundesliga anprangerte: "Es ist für uns enttäuschend, dass Vereine am Ende sportlich vor uns stehen, die auf ein negatives Eigenkapital noch Kredite packen", sagte Bruchhagen vor dem direkten Duell in der Bundesliga, das die Eintracht 3:2 gewinnen konnte.

Unabhängig von der Fairness gegenüber der Konkurrenz setzen sich die Hamburger mit den vielen Investitionen sportlich unter Druck, denn wenn nicht in diesem Jahr, so wird der HSV spätestens in der kommenden Saison die Rückkehr in das internationale Geschäft schaffen müssen. HSV-Boss Carl-Edgar Jarchow bestätigte bereits, dass die Hamburger trotz der Investitionen von Mäzen Klaus-Michael Kühne tief in die roten Zahlen rutschen werden. Vor der Saison sollte noch ein Neuaufbau eingeleitet werden, dieser Pfad wurde wieder verlassen und erhöht den Druck - was auf lange Sicht nicht leistungsfördernd sein wird.

Fazit

Der HSV ist noch weit davon entfernt, ein Spitzenteam zu sein. Das nicht vorhandene Geld wurde in die richtigen Spieler investiert, im Kader sind aber noch zu viele Lücken. Im Moment scheinen die Abläufe trotz der vielen Neuzugänge zu stimmen, ein genauer Blick auf die siegreichen Spiele offenbart aber noch viele Abstimmungsprobleme.