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2:1-Last-Minute-Sieg: Stephan Hain schießt Löwen ins Glück

Zu den Kommentaren   |   Quelle: sid
18. April 2015, 15:06 Uhr
1860, Bochum
Zwischen 1860 München und Bochum ging es ordentlich zur Sache

Ein Last-Minute-Treffer hat Zweitligist 1860 München im Kampf um den Klassenerhalt einen wichtigen Sieg beschert. Joker Stephan Hain erzielte beim 2:1 (0:1) gegen den Vfl Bochum in der Nachspielzeit (90.+2) das entscheidende Tor für die Platzherren nach zuvor drei Spielen ohne Erfolgserlebnis.

Durch den dritten Heimsieg der Saison verschafften sich die Mannschaft von Coach Torsten Fröhling ein kleines Polster zur Abstiegszone. Marius Wolf (56.) hatte mit seinem zweiten Saisontreffer (56.) die Gästeführung durch Michael Gregoritsch (16.) ausgeglichen.

"Die Mannschaft lebt und hat zurückgebissen", lobte Fröhling seine Elf nach dem Schlusspfiff am Sky-Mikrofon: "Wir haben bis zum Schluss gekämpft, Bochum unter Druck gesetzt und das Glück erzwungen."

Im Lager der Gäste, die nach der dritten Pleite in Serie weiter im Mittelmaß rangieren, ärgerte sich Abwehrspieler Felix Bastians über die verspielten Punkte nach vorheriger Führung: "Wir sind selbst schuld. Wenn man Hacke, Spitze, eins, zwei, drei spielt, muss man sich nicht wundern, dass es schiefgeht."

Das Spiel im RE-LIVE

Vor 16.000 Zuschauern in der Münchner Allianz Arena traten die Probleme der schwächsten Heimmannschaft des Unterhauses bei Auftritten auf eigenem Platz im ersten Durchgang einmal mehr deutlich zutage. Die Gastgeber agierten viel zu zaghaft und wirkten geradezu mutlos. Bochum hatte gegen die passiven Platzherren keinerlei Mühe, die Begegnung zu kontrollieren. Nach der verdienten Führung hatte das Team von VfL-Trainer Gertjan Verbeek sogar Chancen auf einen zweiten Treffer, ließ seine Gelegenheiten allerdings ungenutzt.

Nach dem Seitenwechsel allerdings spielte München wie umgewandelt. Die Gastgeber entwickelten enormen Druck und erhielten durch Wolfs Ausgleich auch den verdienten Lohn. Im weiteren Verlauf des immer rassigeren Spiels erspielten sich die nun erkennbar engagierter auftretenden Sechziger auch ein Chancenplus, konnten ihre Möglichkeiten jedoch erst durch Hain zum Erfolg verwerten.