(Seite 2 von 4)
Derzeit sieht es nicht so aus, als würde del Bosque von seiner Idee abrücken. "Cesc hat in dieser Saison bei Barça schon häufig als Stürmer gespielt", erwiderte der Trainer seinen Kritikern. Trotzdem mehren sich die Zweifel, ob Spanien so den Titel verteidigen kann. Bei Vorbild Barcelona funktioniert das System in erster Linie, weil mit Lionel Messi ein "falscher Neuner" im Team steht, der trotzdem für 50 Saisontore gut war.
Doch selbst mit Messi war Barcelona nicht in der Lage, das Bollwerk des FC Chelsea im Halbfinale der Champions League zu knacken. Das Spiel der Katalanen war zu eindimensional und genau dieses Schicksal droht nun auch den Spaniern. Rückt del Bosque in den entscheidenden Spielen nicht von seiner Entscheidung ab, wird Spanien die historische Titelchance verpassen. Um die irische Abwehr machen wir uns trotzdem große Sorgen.
Zeigt Balotelli sein Genie und lässt den Wahnsinn zu Hause?
Mit einer unbedachten Aussage zu Homosexuellen im Fußball hat Antonio Cassano, selbst schon für einige Skandale im italienischen Fußball verantwortlich, seinen Sturmpartner Mario Balotelli als "Liebling" der Gazetten abgelöst. Zumindest kurzfristig.
Denn beim 1:1 gegen Spanien hätten Genie und Wahnsinn innerhalb kürzester Zeit nicht näher beieinander liegen können. In der ersten Halbzeit holte Balotelli einen zu langen Pass von Daniele de Rossi spektakulär mit der nach hinten ausgestrecken Hacke herunter. Seine Torchance im zweiten Durchgang vergab er, als er in bemerkenswerter Langsamkeit zu vergessen schien, dass überhaupt Gegenspieler auf dem Platz stehen.





