Die Zuschauer auf dem Centre Court sahen ein deutsches Duell mit insgesamt 233 Punkten. Weil Sabine Lisicki neben ihren 57 Winner-Schlägen auch 50 leichte Fehler produzierte, war klar, dass die Siegerin nur Angelique Kerber heißen konnte. Kerber steht im Halbfinale.
Angelique Kerber riss stolz die Arme hoch, Sabine Lisicki verließ geknickt den Centre Court: Kerber hat ein hochdramatisches deutsches Wimbledon-Duell gegen die Berlinerin für sich entschieden. Die Weltranglisten-Achte bezwang im Viertelfinale die Nummer 15 der Tenniswelt mit 6:3, 6:7 (7:9), 7:5 und machte damit nach zweieinhalb Stunden Spielzeit ihren ersten Halbfinaleinzug an der Church Road perfekt.
Das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen auf dem ehrwürdigen Centre Court des wichtigsten Rasentennisturniers der Welt war nur zeitweise hochklassig - zu schwankend spielte Lisicki. Insgesamt leistete sich die Berlinerin 50 leichte Fehler, dem standen aber auch 57 direkte Punkte gegenüber. Kerber war in beiden Kategorien wesentlich sparsamer (19 Winner, 13 Fehler), dadurch aber auch konstanter.
"Ich bin so froh, dieses unglaubliche Match gewonnen zu haben", freute sich Kerber im Anschluss. Vor dem Match hatte sie noch gemeint: "Wir kennen uns seit wir klein sind - die Chancen sind 50:50." Mit ihrer Prognose eines zähen Kampfes hatte sie nicht so schlecht gelegen. "Das war so ein hartes Match - Sabine hat unglaublich gespielt und ich bin so glücklich, hier erstmals im Semifinale zu stehen", sagte die Kielerin. "Es ist sehr enttäuschend, besonders, weil ich im dritten Satz zum Matchgewinn aufgeschlagen habe", sagte Lisicki. "Daraus werde ich lernen. Ich komme immer stärker heraus aus solchen Matches."
Lisicki wehrt schon im zweiten Satz Matchbälle ab





