(Seite 3 von 3)
Löw hat mit einzelnen Spielern schon über die beste Taktik gegen die Griechen gesprochen. Khedira verriet eine zentrale Forderung des Cheftrainers: "Mannschaftstaktisch müssen wir cleverer und intelligenter spielen, um besseren Zugriff auf den Gegner zu bekommen." Wenn dies nicht gelingen würde, könnte das in der Turnier-Endphase zu einer "großen Gefahr" werden, fürchtet Khedira.
"Wir können uns noch steigern gegen defensiv eingestellte Gegner. Nicht der Pass bestimmt den Laufweg, sondern der Laufweg bestimmt den Pass", bemerkte Löw, der selbst als Bundestrainer noch nie gegen die Griechen gespielt hat. Überhaupt ist die DFB-Elf in ihrer 104 Jahre alten Länderspiel-Geschichte erst achtmal auf Griechenland getroffen: Fünf Partien wurden gewonnen; eine Niederlage gab es noch nicht.
Wie gegen Dänemark: Geduld ist gefragt
Das soll auch so bleiben: "Wir haben einen Erfolgsgedanken im Team, darin kommt Ausscheiden nicht vor", betonte Müller, der nach dem Gewinn der WM-Torjägerkrone bei dieser EM noch ohne Tor ist. Für Beckenbauer steht fest: "Die Mannschaft lässt sich das nicht nehmen, sie ist in einer guten Verfassung und noch steigerungsfähig."
"Killerinstinkt entwickeln" und "intelligenter Laufen" sieht Khedira als entscheidende Punkte, um den von Fans und Spielern zugleich erwarteten Halbfinaleinzug sicherzustellen. Geduld und Bewegung bezeichnete der 25-Jährige zudem als probates Mittel, um den Abwehrblock der Griechen knacken zu können: "Wenn man statisch steht, wird es sehr schwierig. Wir haben sehr gute Lösungen und müssen sie nur noch umsetzen." Die Mannschaft habe sich seit der WM 2010 deutlich weiterentwickelt: "Wir spielen ruhiger und viel cleverer, gehen nicht mehr so leichtsinnig mit unserem Spiel um."
Löw setzt zudem auf den möglichen Heimvorteil in Danzig, wo das deutsche Team während des Turniers wohnt. "Wir haben uns bisher wahnsinnig wohlgefühlt hier", lobte er die polnischen Gastgeber. Müller schickte einen Gruß in die Heimat und bedankte sich für die große Fan-Unterstützung und den angekündigten Stadionbesuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Mit den deutschen Medien dagegen ging er hart ins Gericht. Vieles werde zu kritisch gesehen, monierte der Bayern-Profi. "Im Moment kommt es mir so vor, dass wir, selbst wenn wir den EM-Titel holen sollten, uns dafür noch schämen müssen."





