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Als vergangene Saison klar wurde, dass ein kompletter Umbruch an der Weser stattfinden sollte, setzte man bei Werder auf den eigenen Nachwuchs und opferte diesen beinahe komplett dem Dämon Bundesliga.
Viel zu früh wurden talentierte Spieler wie Florian Hartherz, Tom Trybull und Florian Trinks ins kalte Wasser der Bundesliga geworfen und sind mittlerweile meilenweit von der Stammelf entfernt. Einzige Ausnahme Nicolas "Lücke" Füllkrug, der regelmäßig bei den Profis eingesetzt wurde, von dem sich aber viele einen noch größeren Sprung diese Saison erwartet hatten.
Hoher Bremer Aufwand nur selten belohnt
Oft wurde die junge Werder-Elf in der Hinrunde für ihre starken Auftritt gelobt, doch zu selten sprang dabei Zählbares heraus. Ohne die "schmutzigen" Siege gegen Freiburg, Düsseldorf und Mainz, bei denen Bremen nicht glänzen konnte, aber trotzdem einen Dreier einfuhr, würde es an der Weser düster aussehen.
Es fehlt die Konstanz, trotz der sechsbesten Offensive der Liga überwinterte Werder nur auf dem zwölften Platz, da eben die Defensive wieder einmal nicht immer sattelfest war und die drittmeisten Gegentore der Bundesliga kassierte.
Trotzdem aber ist die Zukunftsaussicht an der Weser rosarot, wenn es gelingt, Konstanz in das Spiel zu bringen, darf man von der jungen Mannschaft noch einiges in der Rückrunde erwarten. Allerdings muss Thomas Schaaf die Abwehrprobleme in den Griff kriegen. Auch war Laufwunder Junuzovic als häufig einziger Sechser natürlich überfordert und konnte nicht alle Lücken schließen. Diese Makel gilt es in der Runde zu beseitigen.
VfB Stuttgart mit ordentlicher Hinrunde
Etwas besser lief es in der Hinrunde für die in dieser Saison tatsächlich sprichwörtlich sparsamen Schwaben vom VfB Stuttgart. Mit abgespecktem Kader gelang dem VfB nach einem katastrophalen Fehlstart in die neue Saison mit fünf Spielen ohne Sieg am Ende noch eine ganz ordentliche Hinrunde an deren Ende mit 25 Punkten der neunte Platz stand.
Und da es mit diesem Team recht gut lief, wurden in der Winterpause mit einigen Leistungsträgern die Verträge verlängert. Aus dem Profikader verlängerten Christian Gentner, Tamas Hajnal, Georg Niedermeier, Gotoku Sakai und Benedikt Röcker ihre Verträge. Hinzu kamen noch die Assistenztrainer Andreas Menger und Dr. Christos Papadopoulos. Einzig Cheftrainer Bruno Labbadia sträubt sich noch, seine Unterschrift unter einen neuen Vertrag zu setzen.
Labbadia möchte Sicherheit, dass nicht noch weitere Einsparungen vorgenommen werden müssen und der Kader weiter ausgedünnt wird. Die Vertragsverlängerungen im Winter-Trainingslager dürfen somit auch als Signal an den Trainer angesehen werden.





