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Armin Veh predigt zwar nach wie vor, dass es für ihn und sein Team nur um den Klassenerhalt geht. Sollte die Eintracht den Punkteschnitt der ersten vier Spieltage beibehalten, könnte dieses Ziel allerdings schon am 28. November, dem 14. Spieltag, erreicht sein. Dann hätten Veh und Frankfurt noch ausreichend Zeit und Gelegenheit, von Borussia Dortmund zu lernen und sich neue Ziele zu setzen.
Wer wird der Nachfolger von Jürgen Klinsmann?
Erinnern Sie sich noch an den 18. Mai 1996? Es muss gegen 17:08 Uhr Ortszeit im altehrwürdigen Münchner Olympiastadion gewesen sein, als ein gewisser Jürgen Klinsmann auf Vorlage von Andreas Herzog den 2:2-Ausgleich des FC Bayern gegen Fortuna Düsseldorf erzielte. Es war bis heute das letzte Gegentor, das die Fortunen in der Bundesliga kassierten. In dieser Saison bemühten sich bislang der FC Augsburg, Borussia Mönchengladbach, der VfB Stuttgart und der SC Freiburg vergeblich, einen würdigen Klinsmann-Nachfolger aufs Feld zu schicken.
Als nächstes darf sich die Spielvereinigung Greuther Fürth am schier aussichtslosen Unterfangen versuchen, den Düsseldorfern den ersten Gegentreffer der Saison beizubringen. Dass dies gelingt, darf angesichts der gerade mal zwei Fürther Saisontore bezweifelt werden, zumal das zweite von vergangenen Wochenende auf das Konto des Wolfsburger Stolperkönigs Emanuel Pogatetz geht. Tatsächlich wird der bislang einzige Torschütze der Fürther, Felix Klaus, vermutlich nicht mal in der Startformation stehen. Da die Fortuna bekanntlich auch nicht durch überragenden Offensivfußball von sich reden macht, freuen wir uns schon mal im Voraus auf ein "taktisch hoch interessantes" 0:0.
Ist Werder Bremen "zu grün zum Siegen"?
Für diese Frage danken wir dem geschätzten, wenn auch uns persönlich unbekannten Kollegen Carsten Sander von kreiszeitung.de. Nachdem der SVW am Sonntag gegen den VfB Stuttgart eine 2:0-Pausenführung aus der Hand gab und sich am Ende mit einem 2:2-Unentschieden begnügen musste, stellte der nämlich die gewagte These auf, die Bremer seien schlicht "zu grün zum Siegen". Sollte sich dies bewahrheiten, sehen die Werder-Fans bald rabenschwarz.
Denn ob man an der Weser wirklich umschwenkt und im Sinne des Erfolgs die Vereinsfarben ändert, darf doch bezweifelt werden. Welche Alternativen gäbe es auch? Etwa blutrot, um dem neuen Schlachter-Sponsor gerecht zu werden? Oder schwarz-weiß-blau, um sich den geliebten Nachbarn aus einer etwas größeren Hansestadt anzunähern? Vielleicht wird auch das beliebte Wiese-Pink vervielfacht? Doch halt! Was sollen die Auswärts-Fans singen, wenn das altbekannte "Was ist grün und stinkt nach Fisch..." nur noch zur Hälfte stimmt, weil Werder Bremen plötzlich andersfarbig daherkommt?
Aber natürlich wollte Herr Sander sich nicht für neue Vereinsfarben aussprechen, sondern zum Ausdruck bringen, dass der im Schnitt 24,64 Jahre jungen Mannschaft vom vergangenen Sonntag schlicht die Erfahrung und Abgezocktheit fehlten, den eigentlich sicher geglaubten Sieg über die Zeit zu bringen. Gewagt ist und bleibt die These dennoch. Denn zum einen war die Werder-Mannschaft, die am 2. Spieltag den HSV mit 2:0 besiegen konnte mit 24,55 Jahren noch einen kleinen Tick jünger als das Unentschieden-Team vom Sonntag. Und zum anderen glänzt zum Beispiel Eintracht Frankfurt mit vier Siegen aus vier Spielen mit einem Team, das im Schnitt 24,36 Jahre jung ist.





