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Derzeit lassen beide ihre Agenten fieberhaft nach Alternativen suchen, hatte doch vor allem Kjaer noch vor wenigen Wochen in Bild unmissverständlich verkündet: "Ich werde nie mehr für Magath spielen". Magath gab sich aber in den letzten Tagen versöhnlich, bekräftigte ein gutes Verhältnis zu beiden zu haben und erklärte sie für den Fall der Rückkehr nach Wolfsburg mit offenen Armen empfangen zu wollen. Diego wäre sportlich sicher ein Gewinn, Magath würde ihn daher gerne als zentralen Mann in seinem Lieblings-System mit Raute sehen. Festgelegt sei man auf das 4-4-2 aber nicht. Und Kjaer werde seiner Leistung entsprechend "eingegliedert", zitierte ihn goal.com.
Angesichts seiner selten berauschenden Leistungen in der zurückliegenden Serie A-Saison, dürfte das nichts Gutes für Kjaer heißen und nährt die Frage, ob Magath mit seinen Worten nicht nur den Preis für die Spieler hochtreiben will. Denn warum sollten die angeblichen Interessenten Flamengo Rio de Janeiro oder Lokomotive Moskau (Diego) bzw. Lyon oder Florenz (Kjaer) hohe Ablösesummen für öffentlich schon ausgemusterte Spieler zahlen wollen? Klar ist, Magath will sein Team noch reduzieren und mit einem festen Kader von 24 bis maximal 28 Spielern in die Saison starten.
Und da mit den Verpflichtungen von Abwehrspieler Emanuel Pogatetz (Hannover 96) und den Stürmern Bas Dost (SC Heerenveen), Ivica Olic (Bayern München), von denen sich Magath trotz des gleichzeitigen Abgangs von Mario Mandzukic einen erhebliche Qualitätsgewinn und Leaderqualitäten verspricht, sowie den weiteren Neuzugängen Kevin Pannewitz (Hansa Rostock) und Vaclav Pilar (Hradec Kralove) die Einkaufsliste von Magath noch lange nicht abgearbeitet sein soll, müssen sicher noch einige im großen Kader um ihren Platz zittern und eine Degradierung ins Reserveteam befürchten.
Wen belastet Magath in dieser Saison mit der Kapitäns-Binde?
So tief wird Christian Träsch sicher nicht fallen. Allerdings ist der Kapitän der Vorsaison nach der für ihn und den Club enttäuschend verlaufenen Spielzeit die Binde erstmal wieder los. Er wurde von Magath, der ihn vor 12 Monaten als Neuzugang überraschend ins Amt gehievt hatte, mittlerweile wieder entmachtet. "Ich möchte einem Spieler mit der Binde helfen und ihn nicht belasten", begründete Magath im kicker. "Ich denke, bei Christian war dieses Amt eher eine Belastung."
Offen ist derzeit noch, wer die Nachfolge Träschs antreten wird. Gute Chancen darf sich angeblich Torhüter Diego Benaglio machen, als eher unwahrscheinlich gilt, dass Vorgänger Marcel Schäfer erneut die Binde bekommen wird. Aber Magath weiß ja stets zu überraschen, am Ende meint er es mit seinen Sympathiebekundungen für Diego tatsächlich ernst, verkauft das brasilianische Enfant Terrible doch nicht und macht ihn am Ende noch zum Kapitän.





