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Davon war zu Beginn des Matches dann aber nichts zu spüren, mit druckvollem Spiel gewann Stebe den ersten Satz mit 6:2. "Er hat viel besser gespielt als sein Ranking. Er hat Top-20-Sandplatztennis gespielt", zollte dann auch Gegner Tomic der Leistung des Youngster Respekt. "Ich bin am Anfang gut gestartet. Ich habe dann ein bisschen nachgelassen und nicht so gut dagegen gehalten", ergänzte Stebe.
Der Bruch im Spiel war deutlich zu erkennen, auch weil Tomic immer besser wurde. Der Australier machte nun deutlich weniger leichte Fehler und erwärmte auch das Herz seines fröstelnden Kapitäns Patrick Rafter. Im herbstlichen Hamburg - im ersten Match war das Dach am Rothenbaum noch nicht geschlossen - hatte sich Rafter ein Handtuch um den Hals gelegt. Die australischen Fans in der enttäuschenden Kulisse von 2000 Zuschauern gaben sich da schon freizügiger, mit kurzen Hosen und Badelatschen feuerten sie Tomic und Hewitt an.
Nach dem Satzausgleich fand Stebe nicht zurück in die Partie, er kämpfte zwar aufopferungsvoll, das reichte gegen Tomic dann aber nicht. Michael Stich, früher selbst im Davis Cup als Spieler und Teamchef aktiv, kritisierte Stebe wegen der fehlenden Initiative und urteilte: "Kämpfen allein reicht nicht." Das wollte Stebe wegen des Wetters und der Temperaturen so nicht stehen lassen: "Bei den Bedingungen ist nicht viel zu holen. Der Ball war schwer, man konnte kaum Druck machen."
Waske geht auf Kohlschreiber los
Neues gibt es auch vom zwischenmenschlichen Bereich im scheinbar zerstrittenen deutschen Davis Cup-Team. Tommy Haas meldete sich aus seiner Heimat USA via Twitter und stärkte dem Team den Rücken: "Here we go Jungs, heute gehts wieder für Deutschland. Drücke euch die Daumen, come on!!!!", war dort zu lesen, nachdem Haas aus familiären Gründen abgesagt hatte.
Alexander Waske, der als Nachfolger von Teamchef Patrik Kühnen gehandelt wird, hat für die Missstimmungen im Team Philipp Kohlschreiber verantwortlich gemacht: "Worüber reden wir? Wir reden über eine einzige Person: Philipp Kohlschreiber", sagte der ehemalige Davis Cup-Spieler der FAZ: "Philipp Kohlschreiber macht seit Jahren, was er will."
Waske geht sogar noch einen Schritt weiter: "Es ist absolut verheerend, wenn du einen in der Box sitzen hast, der hofft, dass du verlierst, damit er der entscheidende Spieler wird." Ob Kohlschreiber, unabhängig von Abstieg oder Klassenerhalt noch eine Zukunft im deutschen Team hat, wird mit diesen Aussagen immer zweifelhafter.





