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Insgesamt hatten, so die neuesten Zahlen von Sports Illustrated, 28 Spieler der Buckeyes in den Jahren 2002 bis 2010 unter anderem Meisterringe und Trikots für Tattoos eingetauscht - auch dies ist laut den NCAA-Regeln verboten. Fünf Spieler sind für fünf Spiele der neuen Saison gesperrt. Einer von ihnen, Quarterback Terelle Pryor, zog daraus seine persönlichen Konsequenzen und heuerte schließlich in der NFL an. Der seit Montag frischgebackene Oakland Raider muss jedoch auch bei den Profis die ersten fünf Partien aussitzen.
Was blüht den Hurricanes?
Für die University of Miami steht indes noch nicht fest, welche Bestrafung von Seiten der NCAA droht. Laut espn.com sollen die Vorgänge um 15 aktuelle Spieler - sowohl vom Football- als auch vom Basketballteam - vom Collegeverband untersucht werden. Die ehemaligen Akteure müssen dagegen wenig befürchten.
Welche Strafe die Universität bekommt, steht zudem ebenfalls noch in den Sternen. Eine Strafe ähnlich der für USC steht derzeit im Raum, allerdings wollen einige Experten die sogenannte Death Penalty nicht ausschließen. Dies würde bedeuten, dass die Hurricanes für einen Zeitraum überhaupt kein Football-Programm unterhalten dürften.
Diese harsche Maßnahme musste bis dato nur die Southern Methodist University aus Texas in den Jahren 1987 und 1988 hinnehmen. Die SMU Mustangs fanden bis heute nicht mehr zu ihrer alten Stärke zurück. Der Unterschied: Die SMU war bereits auf Bewährung. Ob die NCAA wirklich eines ihrer besten Teams zu diesem sportlichen Tod verurteilen will, bleibt fraglich. Allerdings ist diese Maßnahme nicht vom Tisch, wie NCAA-Präsident Mark Emmert unlängst unter anderem der New York Post erklärte.
Umbruch nötig?
Nicht nur die Vorgänge um die Hurricanes bestätigen Kritiker des derzeitigen College-Systems erneut. Bereits im Zuge der Buckeyes-Suspendierungen hatte unter anderem . Es sei doch anachronistisch und widersprüchlich, so die Kritiker, ein Millionen- wenn nicht sogar Milliardengeschäft mit Amateuren durchzuführen, denen noch nicht einmal erlaubt ist, ihre eigenen Besitztümer wie Meisterringe zu verkaufen.
Während Nader jedoch die Amateurisierung des Systems fordert, wollen andere, wie der ehemalige NCAA-Boss Walter Byers, eher eine moderate Bezahlung der Sportler. Beide sind sich jedoch einig und sprechen dabei etwas aus, was viele Amerikaner denken und die Skandale um Miami, USC und Ohio State unterstreichen: Es muss sich etwas ändern.
Sven Kittelmann





