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War das nun die von Ihnen vorhergesagte "Explosion" von Mesut Özil?
Löw: "Er ist zum 'Man of the match' gewählt worden, völlig zurecht. Bei allen unseren Angriffen war Mesut dabei, war immer im Spiel, war anspielbar, war viel in Bewegung. Es lief fast alles über ihn."
Wann ist der Plan entstanden, drei neue Offensivspieler zu bringen und wie gut ist er aufgegangen?
Löw: "Der Plan war mir schon länger im Kopf herumgegeistert. Heute war der Tag der Veränderung. Obwohl ich keineswegs unzufrieden war mit den Spielern in den ersten drei Spielen. Ich wusste, im vorderen Bereich müssen wir unberechenbar sein. Ich musste frischen Wind bringen, andere Spielertypen, die die Laufwege machen aus dem Mittelfeld in die Tiefe. Es ist gut aufgegangen. Marco Reus hat sehr gut gespielt, André Schürrle ebenso. Miroslav Klose macht ein Tor wie Reus. Das war irgendwie auch der Schlüssel zum Sieg."
Welchen Halbfinalgegner wünschen Sie sich?
Löw: "Da lasse ich mich überraschen. Beide Mannschaften sind gut. England ist viel besser als 2010, viel besser organisiert unter Roy Hodgson. Sie stehen hervorragend defensiv und kontern schnell. Bei Italien ist es ähnlich. Sie stehen hinten gut, können gut spielen, können unheimlich organisiert sein und haben vorne brandgefährliche und schnelle Spieler. Beide Mannschaften sind sehr unangenehm. Alle Mannschaften, die ins Halbfinale kommen, sind Titelanwärter. Da entscheiden Kleinigkeiten, da darf man sich keine groben Schnitzer leisten."
War der Verzicht auf alle drei Torschützen der Vorrunde die mutigste Entscheidung Ihrer Karriere?
Löw: "Nein, sonst hätte ich es nicht gemacht. Risikofreudigkeit ist immer ganz gut. Es hat mir auch wehgetan, weil Mario Gomez drei Tore gemacht hat und an einem vierten beteiligt war. Das ist eine großartige Leistung. Lukas Podolski hat gegen Dänemark das wichtige 1:0 erzielt und hat vorher taktisch super gearbeitet gegen Portugal und die Niederlande. Aber irgendwie war die Zeit reif, etwas zu verändern. Manchmal spürt man das. Ich wollte unberechenbar bleiben für die Griechen. Das ist aufgegangen mit diesen Spielern."





