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2. Wann kommt Derrick Rose bei den Chicago Bulls wieder?
Von: Oliver Stein
Datum: 29. Oktober 2012, 08:57 Uhr
Format: Artikel
Diskussion:
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Wann kommt Derrick Rose bei den Chicago Bulls wieder?

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Wann kommt Derrick Rose bei den Chicago Bulls wieder?

Das ist die große Frage in der Central Division der NBA. Denn ohne ihren genialen Spielmacher, der wohl noch bis Februar einen Kreuzbandriss auskurieren muss, sind die Chicago Bulls nun mal nicht der uneingeschränkte Favorit, auch wenn die Central Division wohl die schwächste im Osten ist. Die Defensive um Taj Gibson sowie Joakim Noah wird zwar dank Trainer Tom Thibodeau weiterhin eine der besten der Liga sein, doch auch dort tun sich nach den Abgängen von Omer Asik und CJ Watson Lücken auf, und auch die sonst so potente Offensive hat unter den Abgängen der Shooter Kyle Korver und Corey Brewer gelitten.

Doch wer kann daraus Profit schlagen? Am ehesten wohl die Indiana Pacers. Wie auch die 76ers hatten die Pacers in der letzten Saison zu einem tollen Run in den Playoffs angesetzt, der nach zwischenzeitlicher Führung erst nach sechs umkämpften Spielen gegen die Miami Heat endete. Während des Sommers konnten mit Center Roy Hibbert sowie Guard George Hill die wichtigsten Free Agents gehalten werden und mit Gerald Green sowie DJ Augustin zwei offensive Verstärkungen dazu geholt werden. Als eingespielte Mannschaft traten die Pacers letzte Saison auf, und genau so wird es auch in diesem Jahr aussehen. Ob Hill als Point Guard das Spiel gut genug lenken kann, wird sich erst noch zeigen müssen - doch wenn dem so ist, dürften die Pacers ein gewichtiges Wort um den Divisions-Titel mitreden können.

Andere Ansprüche hat man bei den Detroit Pistons. War man nach der Jahrtausendwende noch verwöhnt von einem Team, das um die Meisterschaft mitspielte, wurden die Stars nach und nach abgeschoben, der Neuaufbau des Teams aber in den Sand gesetzt. Aufgrund viel zu hoher Gehaltskosten konnten im Sommer keine großen Sprünge unternommen werden, doch der eine Trade hatte es in sich - so wurde mit Ben Gordon der wohl beste Spieler abgegeben, um Geld zu sparen. Um Greg Monroe, Brandon Knight und Andre Drummond hat man zwar ein junges und talentiertes Gerüst zusammengestellt, aber so lange Oldies wie Tayshaun Prince, Charlie Villanueva und Corey Maggette weiter Plätze im Team belegen und dafür weit über Tarif bezahlt werden, wird eine Playoffteilnahme in Detroit weiter ein Traum bleiben. Doch dessen ist man sich bewusst und gibt Coach Lawrence Frank die Zeit, das Team aufzubauen - und Greg Monroe zum ersten All-Star der Pistons seit Jahre zu formen.

Bei den Milwaukee Bucks sind die Aussichten kaum anders. Mit Andrew Bogut wurde letzte Saison der beste Big Man gegen einen reinen Shooter (Monta Ellis) getauscht und im Sommer wurde stark darauf geachtet, mit den Abschieden von Shaun Livingston, Jon Brockman und Jon Leuer die Gehaltsliste zu entzerren. Geholt wurde mit Samuel Dalembert ein erfahrener Spieler, der jedoch von der Leistungsfähigkeit weit hinter dem verletzungsanfälligen Bogut zurücksteht. Und trotzdem träumt man heimlich von einer Playoff-Teilnahme - wenn das mit den eher egoistischen Ellis und Brandon Jennings besetzte Guard-Duo nicht vergisst, dass man Mitspieler hat, und nicht wie befürchtet pro Person 25 Würfe pro Spiel nimmt. Zu achten sein wird auf Forward Ersan Ilyasova, dem von allen Seiten unheimlich viel Potenzial bescheinigt wird - das er allerdings nun angesichts eines neuen 45-Millionen-Dollar-Vertrages auch zeigen muss.

Der Underdog in dieser Division sind die Cleveland Cavaliers. Lag Clevelands Basketballwelt nach dem Abschied von LeBron James vor zwei Jahren quasi in Trümmern, haben das Front Office und Besitzer Dan Gilbert mit Hilfe guter Trades und vor allem gutem Draft-Scoutings eine interessante, junge Gruppe zusammengestellt. Kyrie Irving, Tristan Thomson und Dion Waiters heißen die Hoffnungsträger, die unterstützt von Anderson Varejao, Alonzo Gee und CJ Miles für einen Aufschwung sorgen sollen. Und den wird es auch geben - aber wohl erst frühestens in der nächsten Saison. In diesem Jahr wird Cleveland zwar unterhaltsamen Basketball geboten bekommen, mit der Vergabe der Playoff-Plätze aber nichts zu tun haben.

Sollte der Heilungsprozess von Derrick Rose wie geplant und ohne Komplikationen verlaufen, sollten die Bulls in der Lage sein, sich im Endspurt der Regular Season den Titel in der Division zu sichern. Gleich dahinter werden die Indiana Pacers den zweiten Rang belegen und ebenfalls souverän in die Playoffs einziehen. Platz drei sollte für die Bucks reserviert sein, die sich damit auch als achtes Team für die Playoffs qualifizieren werden, während für Cleveland und Detroit nur die beiden hinteren Plätze bleiben - allerdings sicher nicht so abgeschlagen wie in der letzten Saison.

Miami Heat und was dann?

In der Southeast Division spielt der wohl größte Favorit in der Eastern Conference, Meister Miami Heat. Hatte man im letzten Jahr noch verzweifelt versucht, eine Übermacht der Mannschaft von Lebron James und Dwyane Wade mit Gerüchten über die Zweifel an James Leader-Fähigkeiten kleinzureden, ist es nach dem ersten gemeinsamen Titel der Mannschaft unmöglich, daran zu zweifeln: Die Heat wird über Jahre hinweg zu den Favoriten gehören und vor allem im Osten nur ganz schwer zu bezwingen sein.

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